Reisemängel im Urlaub beim Reiseveranstalter melden

Ein für Urlauber freundliches Urteil hat das Amtsgericht München unter Az.: 133 C 25925/06 entschieden. Dabei ging es um Reisemängel im Urlaub, die den Urlaub erheblich beeinträchtigten. Nach dem Urlaub sollte dies auch beim Reiseveranstalter innerhalb einer bestimmten Frist angezeigt werden.

Anzeige / Inserat

Im Urlaub will man sich erholen und nicht am Strand durch andauernden Baulärm belästigt werden. Eine Reise auf die Philippinen für 3 Deutsche, die unter anderem einen Tauchkurs dort gebucht hatten, war der Ausgangspunkt der Streitigkeiten, die vor dem Amtsgericht München zur Verhandlung kam.

3 Baustellen

Die Urlauber beanstandeten insgesamt 3 Baustellen, zwei davon neben ihrem Hotel und eine dritte in Hörweite. Laut dem Urteil des Amtsgerichts München war es den Urlaubern weder am Strand, Pool oder im Bungalow möglich sich mit normaler Lautstärke zu unterhalten. Das Reiseunternehmen wollte eine Minderung von 25 Prozent des gesamten Reisepreises nicht anerkennen und argumentierte damit, dass der Transfer, Verpflegung und der Tauchkurs in Ordnung waren und nicht in die Minderung des Preises einbezogen werden dürfen.


Gesamtpreis um 25 Prozent gekürzt

Das Gericht sah es anders und sieht die Minderung des Reisepreises mit 25 Prozent noch als moderat an. Und da die Reise als Sportreise gebucht worden ist und so auch als Pauschalpreis angeboten wurde, zählte für das Gericht der Gesamtpreis, der dann auch um 25 Prozent gekürzt werden darf. Grundsätzlich sollten Urlauber Mängel im Urlaub sofort bei der Reiseleitung melden, sollte diese nicht erreichbar sein, ein Fax an den Veranstalter schicken um nicht ihre Ansprüche zu verlieren. Die Reklamation im Hotel bei Angestellten oder dem Chef reicht nicht aus. Nach Rückkehr aus dem Urlaub, sollte ihre Forderungen innerhalb 4 Wochen beim Veranstalter geltend gemacht werden. Urteil des Amtsgerichts München, Az.: 133 C 25925/06

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...