Reduzierter Versicherungsschutz bei Rotlichtverstoß

Die Tage werden wieder heller. Die Sonne strahlt. Wer deshalb aber eine rote Ampel überfährt und einen Unfall verursacht, hat von seiner Versicherung nicht viel zu erwarten. Denn wer nichts sieht, darf nicht losfahren hat er einen Reduzierten Versicherungsschutz bei einem Rotlichtverstoß.

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Endlich ist es soweit. Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße, ungeahnte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Gleißendes, wenngleich auch noch kaltes Sonnenlicht weckt uns in den frühen Morgenstunden und macht uns das Aufstehen jetzt leicht. Beschwingt setzen wir uns hinters Steuer und fahren auf den gleichen, wohlgekannten Strecken zur Arbeit. Aber was ist das? Die beglückende Sonne nimmt uns die Sicht.

Frühlingssonne blendet Fahrer

Denn mit dem Frühling ändert sich auch der Sonnenstand. Wo wir in den letzten, dunklen Monaten mit klarer Sicht den Weg zur Arbeit, dem Supermarkt, der Freundin oder dem Kino fanden, blendet uns jetzt plötzlich der Planet. Besonders schlimm kann das sein, wenn man an der Ampelkreuzung nicht mehr erkennt, ob man freie Fahrt bei Grün oder eine Haltepflicht wegen Rotlicht hat. Wer hier einfach weiterfährt, begibt nicht nur sich selbst und andere in Lebensgefahr, sondern riskiert auch anteilig den Versicherungsschutz.

Lieber warten, als starten

So kann es z. B. zu einem solchen Fall kommen:Man nähert sich einer Ampelkreuzung. Die Sonne blendet so, dass man nicht klar erkennen kann, ob die Ampelfarbe freie Fahrt signalisiert. Man sieht aber, dass die Ampel an der nächsten Kreuzung Grün zeigt. Also schließt man vermeintlich logisch, dass auch man selbst fahren kann. Tut’s und knallt ziemlich zügig in den Gegenverkehr.

Vollkaskoversicherung übernimmt nicht alles

Abgesehen von den Schäden der Unfallgegner, gehen dann auch die Kosten für die die Regulierung der Schäden am eigenen Auto ganz schnell in die Tausende. Will man jetzt die Vollkaskoversicherung in die Leistungspflicht nehmen, wird man wahrscheinich erstmal entsetzt sein. Der Versicherer wird sich vermutlich weigern, die vollen Kosten zu übernehmen. Denn laut Quotenregelung, die seit 2008 im Versicherungsvertragsgesetz eingeführt wurde, muss dieser bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit nur noch anteilig zahlen. Glück im Unglück: Im Gegensatz zu früheren Zeiten als die Versicherungsgesellschaft die Zahlung komplett verweigern konnte, erhält der Unfallverursacher in einem solchen Fall heute immer noch einen Teil der entstandenen Kosten. Trotzdem gilt: Wer seinen Versicherungsschutz nicht riskieren will – auch nicht anteilig –, der sollte sich sicher sein, ob er wirklich Grün hat und solange lieber warten statt starten.

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