Rechtsschutzversicherung – Deckung bei Falschberatung möglich

Die Rechtsschutzversicherung hat normalerweise eine Ausschlussklausel bei der Falschberatung durch Anlageberater, doch diese Klausel wegen Prospekthaftung ist zu unklar wurde von zwei Gerichten gekippt, so können Anleger die eine Absage von ihrer Rechtsschutzversicherung bekommen haben wieder hoffen dass die Deckung doch übernommen wird.

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Es ist nicht einfach für Kapitalanleger, wenn sie viel Geld in eine Kapitalanlage gesteckt haben und dabei nicht richtig über die Risiken aufgeklärt worden sind. Doch wer eine Rechtsschutzversicherung hat, der hofft natürlich dass diese die Deckung bei Falschberatung übernimmt, doch das ist meist nicht der Fall.

Anlageberater erzeugt Vertrauen

Wenn Anlageberater das Vertrauen der Kapitalanleger gewonnen haben, sind die oft bereit viel Geld teilweise sogar alle Ersparnisse diesem anzuvertrauen. Dabei wird in der Regel von wenig bis kein Risiko gesprochen, doch die Wahrheit merkt man in vielen Fällen erst Jahre später, wenn fast das ganze Kapital weg ist.

Rechtsanwalt wird nach Streitwert bezahlt

Da ein Rechtsanwalt immer nach dem Streitwert bezahlt wird, haben viele nur die Möglichkeit über die Rechtsschutzversicherung wegen Falschberatung gegen die Berater vorzugehen, doch die lehnt die Deckung in der Regel ab, weil kein Rechtsschutz besteht für Kapitalanlagemodelle, wo die Grundsätze der Prospekthaftung anwendbar sind. Das nennt man wohl im Versicherungsdeutsch Ausschlussklausel und wirkt für Außenstehende wie ein drücken vor den Kosten obwohl der Normalbürger denkt er habe die Rechtsschutzversicherung für genau solche Fälle auch abgeschlossen.

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OLG München und Frankfurt erklären Ausschlussklausel für nichtig

Diese Ausschlussklausel haben die Oberlandesgerichte München und Frankfurt insgesamt für nichtig erklärt. Die Gerichte bemängeln besonders die ungenaue Formulierung der Klausel, die dadurch für den Versicherten zu intransparent ist. Für alle denen die Deckungszusage verwehrt worden ist und die dadurch selber nicht geklagt haben, für die besteht wieder Hoffnung dass die Rechtsschutzversicherung doch die Deckung übernimmt. Natürlich sind solche Urteile nicht gut für die Verbraucher, die in naher Zukunft erst eine Rechtsschutzversicherung abschließen wollen, denn die Klausel wird sicher geändert, so dass sie auch vor Gericht Bestand hat.


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