Rechtschutzversicherung zahlt nicht alle Streitfälle

Zahlt die Rechtschutzversicherung Prozesskosten? Ja, allerdings längst nicht alle. Beim Abschluss der Versicherung, muss man genau auf’s Kleingedruckte achten. Sonst bleiben die Prozesskosten womöglich doch an einem selbst hängen.

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Wir Deutschen sind ein streitbares Völkchen. Deshalb sind unsere Gerichte auch voll. Beinahe jeder, der das Recht auf seiner Seite sieht, wandert heute zum Anwalt. Wohl dem, der eine Rechtschutzversicherung hat. Die zahlt ja dieProzesskosten. Allerdings längst nicht alle. Beim Abschluss der Versicherung, muss man genau auf’s Kleingedruckte achten. Sonst bleiben die Prozesskosten womöglich doch an einem selbst hängen.

Prozesse kosten Geld

So geht der Prozess ins Geld

Hajo Altmann hat während der Wirtschaftskrise finanzielle Einbußen erlitten und wirtschaftlich große Verluste gemacht. Alles nur, weil er sich auf seinen Berater verlassen hat. Meint er – also auf zum Anwalt – schließlich ist der rüstige Rentner ja rechtschutzversichert. Kosten entstehen so nicht.

Denkt Hajo und irrt. Denn beim Abschluss der Versicherung hat er den Vertrag nicht aufmerksam genug gelesen. So ein Versicherungsunternehmen ist ja kein Wohlfahrtsinstitut. Weshalb sich viele Versicherer ihrerseits vor zu hohen Kosten absichern und aus diesem Grund besonders kostenintensive Streitfälle von vornherein aus der Leistungsübernahme ausschließen. Im Falle von Opa Hansjörg sind das eben spekulative Anlagegeschäfte.

Aus der Leistungspflicht genommen

Aus der Leistungspflicht herausgenommen sind meist spekulative Anlageverluste. Aber auch Scheidungsstreitfälle, Erbschaftsangelegenheiten oder Baurechtsprobleme. Alles Bereiche, die häufig vorkommen, viel kompliziertes Streitpotential bieten und oft sehr kosten- und zeitintensiv sind.

Wer also einen Rechtstreit vom nachbarlichen Gartenzaun bricht oder dem ehemals geliebten Ehegatten die richterliche Pest an den Hals wünscht, sollte erstmal den Rechtschutz-Versicherungsvertrag genau prüfen.

Besser noch ist es natürlich vor Abschluss der Versicherung genau zu überlegen, welche Bereiche wirklich abgedeckt sein müssen. Experten empfehlen auf jeden Fall das Verkehrsrecht, Arbeitsrecht und Nachbarschaftsrecht abzusichern. Alle weiteren Bereiche hängen von den individuellen Bedürfnissen ab.

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