Rechtschutz für Betroffene der Finanzkrise

Nach der Finanzkrise ist vor der Finanzkrise. Das wissen wir alle. Während wir uns schon vor dem nächsten wirtschaftlichen Fiasko fürchten, knabbern andere noch an den Folgen der letzten Krise. Ein Lichtblick für sie: Sie können ihre Rechtschutzversicherung in die Pflicht nehmen.

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Nach der Finanzkrise ist vor der Finanzkrise, das ist es, was wir Europäer derzeit erleben. Eurokrise, Griechenland, D-Mark, Portugal, Arbeitslosigkeit – der Schlüsselwörter, die uns das Fürchten lehren gibt es viele. Aber, während wir uns schon vor dem nächsten wirtschaftlichen Fiasko in Sicherheit zu bringen versuchen, knabbern andere noch an den Folgen der letzten Krise. Einen Lichtblick gibt es jetzt für sie: Sie können ihre Rechtschutzversicherung in die Pflicht nehmen.

Wir wollten nicht viel – nur ein bisschen Gewinn Wir wollen ja nicht viel. Nur ein bisschen Gewinn – oder auch ein bisschen mehr. So dachten sich viele, die vor Jahren in Zertifikate und Aktien investiert haben. Und erst sah ja alles auch gut aus. Klar, man hatte nur wenig Ahnung von der Materie, aber wozu gibt es denn Experten, die die Beratung übernehmen? In vielen Fällen wurden die Anleger gerade von den vermeintlichen Fachleuten enttäuscht. Denn viele Deutsche haben während der Finanzkrise viel Geld verloren; zum Teil ihren vollständigen Sparstrumpf, der eigentlich für den Lebensabend gedacht war. Ursache war oftmals eine mangelnde oder qualitativ wenig hochwertige Beratung. Die Betroffenen wollten klagen und informierten ihre Rechtschutzversicherung.

Versicherer schützen sich mit Klausel Diese Versicherer sind aber auch nicht von gestern. Und sie wissen, wie teuer ein solches Verfahren den Kläger respektive die Rechtschutzversicherung kommen kann. Deshalb versuchten die sich ihrerseits zu schützen und bauten in ihre Verträge die Klausel „vom Anspruch ausgeschlossen sind Anschaffungen oder Veräußerungen von Effekten sowie die Beteiligung an Kapitalanlagemodelle sein, auf welche die Grundsätze der Prospekthaftung anwendbar sind“. Darauf verwiesen die Rechtschutzversicherer ihre Versicherten und lehnten die Leistung ab. Nun kommt den Versicherten das Gericht zu Hilfe. Die Richter des Oberlandesgerichtes München sind der Ansicht, dass die Klausel unklar und missverständlich ist. Nach diesem Urteil können die Betroffenen also doch auf die Leistungspflicht ihrer Rechtschutzversicherer hoffen. Allerdings: Bevor man vor Gericht geht, sollte man sich rückversichern.


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