Rechte für privat Krankenversicherte sollen verbessert werden

Klingt komisch, ist aber so: die Rechte von privat Krankenversicherten sollen verbessert werden? Sie haben richtig gehört.

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Sind Sie gesetzlich versichert, dann wundern Sie sich vielleicht über diese Nachricht. Sind Sie dagegen privat krankenversichert? Dann können Sie möglicherweise von Glück reden. Denn Ihre Rechte sollen in naher Zukunft verbessert werden. Das zumindest wollen die Politiker. Allen voran die Zugehörigen der FDP.

Gesetzlich versichert, das hat auch Vorteile

Die privat Versicherten in Deutschland haben es gut! Oder? Naja, sie bekommen ein gutes Stück vom Gesundheitskuchen ab, wo den gesetzlich Versicherten nur die Krümel zustehen. Trotzdem ist die private Krankenversicherung nicht nur von Vorteil. Im Gegenteil, mitunter kann es ganz schön sein, „nur der gesetzlichen“ anzugehören. Man kann Frau und Kinder kostenlos in der Familienversicherung unterbringen, Gesundheits- oder Risikoprüfungen gibt es nicht und – dank der klaren Richtlinien – ist in den allermeisten Fällen klar, welche Behandlungen übernommen werden und welche nicht. Im Zweifelsfall kann man immer noch nachfragen. Bei den Privaten dagegen: Keine gratis Mama-oder-Papa-Kind-Absicherung, Durchleuchtung des gesundheitlichen Allgemeinzustandes und oft undurchsichtige Weigerungen zur Kostenübernahme von Therapien.

Das soll sich ändern

Deshalb sollen jetzt die Rechte der privat Versicherten deutlich verbessert werden:
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Die Versicherungen sollen gesetzlich verpflichtet werden, verbindliche Aussagen über Kostenübernahme von Therapien zu machen, die mindestens 3.000 Euro kosten.
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Die Zu- oder Absage der Kostenübernahme soll innerhalb von 14 Tagen mitgeteilt werden. Vor allem, wenn der Gesundheitszustand des Versicherten eine schnelle Antwort erfordert.
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Bei Beitragserhöhungen können privat Versicherte innerhalb von einem Monat die Versicherung kündigen. Diese Frist soll auf zwei Monate erhöht werden.
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Wer im Basistarif versichert ist, hat oft einen sogenannten Selbstbehalt vereinbart, in der Hoffnung, damit den Beitrag zu senken. Ist das nicht der Fall, soll der Selbstbehalt kündigbar sein.


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