Recht auf Rechtschutz bei falscher Anlageberatung

Wenn man mal eine Versicherung dringend benötigt, findet diese nicht selten eine Ausstiegsklausel aus der Deckung, doch Verbraucherschutzverbände helfen inzwischen oft auch bei falscher Anlageberatung.

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In der Hochphase der Finanzkrise haben viele Anleger einen ganzen Haufen Geld verloren. Nicht zuletzt, weil sie einfach falsch beraten wurden. Wollten die Krisenverlierer nun gegen den Berater klagen – der Rechtschutzversicherung sei Dank – wurden sie oft enttäuscht. Die Versicherer verweigerten die Kostenübernahme.
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Verluste durch Falschberatung

Die Finanzkrise hat unser Land ganz schön gebeutelt. In der Gesamtheit, aber auch im Einzelnen. Viele anlagefreudige und mehr oder weniger finanzstarke Bürger haben ihre mühsam ersparten Euros in Anlagegeschäfte investiert. Natürlich nicht ohne sich beraten zu lassen. Nicht kostenlos zwar, und trotzdem nicht immer kompetent. Nicht zu knappe Verluste bis hin zum finanziellen Volldesaster waren oft genug die Folge.
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Erneut enttäuscht von der Versicherung

Was blieb war eine Klage gegen den „Falschberater“. Und diesen Weg beschritten vor allem die, die über den Luxus einer Rechtschutzversicherung verfügten. Diese Versicherer hatten aber natürlich nicht das größte Interesse hier in die Leistungspflicht genommen zu werden. Deshalb hatten sie in ihren Verträgen vorgebaut. Sie bauten die so genannte Effektenklausel ein, die den Deckungsschutz für Kapitalanlagemodelle ausschloss. Als die Verbraucherzentrale hiervon Wind bekam, klagte sie gegen einige Versicherer und gewann im Mai des letzten Jahres.
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Auf Urteil vom BGH pochen

In der Begründung des Bundesgerichtshofs stand, dass die entsprechende Klausel für die Versicherten missverständlich sei und somit für den Versicherten nicht klar wäre, ob die Kosten für eine Klage gegen den mangelhaften Berater übernommen werden oder eben nicht. Die Verbraucherzentrale rät nun Opfern der Finanzkrise, die gegen ihren Berater klagen wollen, bei ihrer Rechtschutzversicherung auf das Urteil des BGH zu pochen, wenn diese sich weigern sollte, die Kosten für die Klage zu übernehmen. Auch die Betroffenen, die mangels Kostenzusage auf eigene Faust geklagt haben – auch wenn der Prozess schon abgeschlossen ist – sollten bei der Rechtschutzversicherung anklopfen und auf Kostenübernahme bestehen.

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