Raucherentwöhnung auf Kassenkosten

Rauchen: Privatvergnügen oder Suchterkrankung? Warum das wichtig ist? Natürlich geht es wieder einmal um Geld. Wird das Rauchen als Abhängigkeit anerkannt, müssten die gesetzlichen Krankenversicherer die Raucherentwöhnung bezahlen.

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Rauchen: Privatvergnügen oder Suchterkrankung? Die einen sagen so, die anderen so! Während die Krankenversicherer davon ausgehen, dass der Missbrauch von Nikotin der persönliche Spaß jedes Rauchers selbst ist, sehen die meisten Mediziner das anders. Sie halten Rauchen für eine ernste Suchterkrankung. Warum das wichtig ist? Natürlich geht es wieder einmal um Geld. Wird das Rauchen als Abhängigkeit anerkannt, müssten die gesetzlichen Versicherer für den „Entzug“ und die Entwöhnung bezahlen.

Die Schweiz als leuchtendes Beispiel

Die Schweiz geht – wie so oft – mit gutem Beispiel voran. Hier gelten Raucher als Suchtkranke, die letztlich einen Anspruch auf eine bezahlte Therapie zur Entwöhnung haben. Dies ist zwar auch dort, wie in anderen europäischen Ländern (Schweden, Großbritannien) ein neuer Schritt, aber eben einer in die richtige Richtung. Denn die Folgen des Tabakkonsums für die Gesundheit sind enorm und auf Dauer auch teuer. Ob Herz-Kreislauf-Beschwerden, Krebs- und Lungenerkrankungen; die Liste ist lang und die Krankheiten meist schwer.

Folgeerkrankungen gehen ins Geld

Deshalb fordern deutsche Ärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP), das Deutsche Krebsforschungszentrum und weitere Fachleute nun, dass Tabak- und Nikotinkonsum zukünftig als Suchterkrankung auch in Deutschland anerkannt wird. Zwar müssten die Kassen dann in der Tat für die Behandlung aufkommen, würden aber andererseits die Kosten für die gesundheitlichen Probleme, die durch die Raucherei entstehen, einsparen. Und hier sprechen wir von relevanten Beträgen, die alles in allem jährlich über 20 Milliarden Euro betragen.

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