Raucher zahlen mehr für Lebensversicherungen

Glimmstängel sind gesundheitsgefährdend, das weiß jeder. Was viele nicht wissen, wer raucht zahlt nicht nur mit seiner Gesundheit, sondern im Versicherungsbereich auch mit barem Geld. Vor allem Lebensversicherungen sind teurer.

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Schon in jungen Jahren hatte Vati zur Zigarette gegriffen. Man kannte ihn nur mit Kippe im Mund. Kein Foto gab es ohne Glimmstängel. „Ja,“ raunzte er auf die immer wiederkehrenden Mahnungen „Ja, ich weiß, Rauchen kann zum Tode führen, macht impotent, schlechte Haut und verursacht Krebs. Ich rauche aber nun mal gern.“ Immer stand er zu seinem Nikotinkonsum. Nur einmal, da hat er ihn verleugnet und das war ein Fehler. Durch eine Lüge wollte er beim Abschluss einer Lebensversicherung einen Nichtraucher-Rabatt in Anspruch nehmen..

Schwindel kostet Versicherungsschutz

Also hatt er geschwindelt beim Abschluss einer Lebensversicherung. Nach vielen Vergleichen, hatte er nämlich festgestellt, dass die Versicherer beim Thema Rauchen keinen Spaß verstehen. Daher sind die Beiträge für rauchende Lebensversicherungsnehmer deutlich höher als für Nikotin-Abstinenzler. So versuchen die Versicherer ihr wirtschaftliches Risiko für den Todesfall des Versicherten durch den Missbrauch des Genussgiftes irgendwie aufzufangen. Also log er, um bei den Beiträgen zu sparen. Das war eine ganz dumme Idee. Denn, wie bei allen Versicherungen, die eine Risikoprüfung als Abschlusskriterium voraussetzen ist Lügen nicht angebracht. Wer die Unwahrheit spricht, riskiert seinen Versicherungsschutz und im Falle einer Lebensversicherung die Auszahlung der Versicherungsleistung an die Hinterbliebenen.


Lieber mehr bezahlen

So war das auch im Falle einer Raucherin, die an Lungenkrebs litt und daran verstarb. Sie hatte zur Absicherung ihres Sohnes eine Lebensversicherung abgeschlossen; ihren starken Nikotinkonsum allerdings verschwiegen. Als nun der Sohn die 26.000 Euro hohe Versicherungssumme geltend machen wollte, lehnte der Versicherer die Zahlung ab. Auf Nachfrage beim behandelnden Arzt der Verstorbenen, flog der Glimmstängel-Schwindel nämlich auf. Der Hinterbliebene klagte und verlor. Die Richter des Landgerichtes Coburg waren wie die Versicherung der Meinung, dass die Versicherungsnehmerin den Versicherer bewusst getäuscht hatte. Der Geldsegen löste sich mit dem Urteil (Az:: 11 O 220/06) in Rauch auf. Also, wer raucht, muss dazu stehen und auch die Kosten dafür tragen. Gesundheitlich und finanziell.


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