Radfahrer Zebrasteifen – Fahrrad schieben

Wenn Radfahrer einen Zebrasteifen benutzen sollten sie ihr Fahrrad schieben, den fahrend haben sie keinen Vorrang vor dem Autoverkehr. Urteil Landgericht Frankenthal 2 S 193/10

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Erfahrene Autofahrer wissen dass man bei einem Zebrastreifen sehr aufpassen muss, denn neben den Fußgängern kommt es schon mal vor das auch ein Radfahrer über den Zebrastreifen fährt.

Unfall mit Fahrradfahrer

Das Landgericht Frankenthal hat in einem Urteil (Landgericht Frankenthal 2 S 193/10) gegen einen weiblichen Radfahrer entschieden, der fahrend mit seinem Drahtesel über den Fußgängerüberweg gefahren ist. Während eine Autofahrerin stadtauswärts gefahren ist, hat eine Radfahrerin, die stadteinwärts gefahren ist, an einen vor einer Straßeneinmündung befindlichen Fußgängerüberweg, die Straßenseite gewechselt. Kurz bevor die Radfahrerin auf der anderen Seite war, wurde sie von dem Auto leicht erfasst.

Kein Schutz durch den Zebrastreifen

Die Richter vom Landgericht Frankenthal haben bei dem Urteil auf die Rechtsprechung hingewiesen und da fällt ein Radfahrer, der fahrend den Zebrastreifen überquert, nicht unter den Schutz des Zebrastreifens. Im oben beschriebenen Fall, hat das Landgericht Frankenthal durch das Verhalten der Radfahrerin, ihr einen wesentlichen Beitrag zum Unfallgeschehen zugeschrieben und dadurch bekam sie auch eine Teilschuld von 50 Prozent am Unfall zuerkannt. Selbst eine Alleinschuld wäre für die Radfahrerin möglichgewesen, wenn sich herausgestellt hätte, dass der Unfall für die Autofahrerin unvermeidbar gewesen wäre.

Radfahrer müssen warten

Es wird auch darauf hingewiesen, dass Radfahrer die fahrend den Zebrastreifen überqueren, gegenüber dem Autoverkehr keinen Vorrang haben, sie sind gegenüber dem Straßenverkehr sogar wartepflichtig. Dies gilt aber nicht für Radfahrer die schiebend über den Zebrastreifen gehen.

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