Radfahrer rote Ampel überfahren

Radfahrer haben keine unbegrenzten Recht und müssen sich auch an Verkehrsregeln halten, das musste ein Radler erfahren der bei einer roten Ampel von einem LKW erfasst und schwer verletzt wurde.

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Wer viel in der Stadt unterwegs kennt das mit den Radfahrern, die oft fahren wie sie wollen ohne auf Verkehrszeichen zu achten und selbst eine rote Ampel hält den Radfahrer manchmal nicht auf. Aber auch der Radfahrer hat nicht unbeschränkt Rechte und kann sich alles erlauben, er muss sich als Verkehrsteilnehmer auch an Richtlinien halten.

Rote Ampel missachtet

Wie das Handelsblatt berichtet ist ein Radfahrer im Oktober 2005 vom Gehweg auf die Straße gefahren und das obwohl die Ampel rot zeigte. Ein LKW konnte dabei nicht rechtzeitig bremsen und so kam der Radfahrer unter den Lastwagen und ist dabei leider schwer verletzt worden. Der Radfahrer sah trotz der roten Ampel die Schuld beim LKW und fordert vom Fahrer bzw. dessen LKW Versicherung, die Krankenhauskosten in Höhe von rund 80.000 Euro und noch dazu ein Schmerzensgeld für sich selbst von 250.000 Euro.

Urteil Oberlandesgericht Koblenz

Das Oberlandesgericht in Koblenz folgte nicht der Argumentation des Radfahrers sondern sah die Sachlage ganz anders. Wenn ein Radfahrer mit einem riskanten und noch dazu verkehrswidrigem Verhalten einen Unfall verursacht, dann verliert er dadurch auch seine Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die Klage ist schon in der Vorinstanz vor dem Landgericht gescheitert, mit der Begründung dass der Radfahrer mit seinen gravierenden Verkehrsverstößen den Unfall alleine verschuldet hat und der LKW Fahrer nicht damit rechnen konnte, dass ein Radfahrer vor der Verkehrsführung für Fußgänger die Fahrbahn überquert obwohl die Ampel schon rot anzeigte.

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