Quoten für Versicherungsleistung

Definition:  Quoten sollen regeln, wie hoch die Versicherungsleistung und der Anteil des Versicherten je nach Schadensursache ist.

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Früher galt bei der KFZ-Versicherung entweder sie zahlt im Schadenfall oder sie zahlt eben nicht. Laut dem Versicherungsvertragsgesetzt, das im letzten Jahr Gültigkeit erlangt hat, gilt das so heute nicht mehr. Selbst grobe Fahrlässigkeit soll zukünftig nicht mehr zum kompletten Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Schwere der Schuld maßgeblich
Der Eigentanteil des Versicherungsnehmers soll sich jetzt an der Schwere der Schuld orientieren. Festgelegte Quoten sollen dann der Berechnung zu Grunde gelegt werden. Das könnte dann z. B. bedeuten, dass jemand der mit einer Blutalkoholkonzentration von über 0,5 Promille bis 1,1 Promille Unfallparter war, noch Anspruch auf 50 Prozent der Versicherungsleistung hat. Über 1,1 Promille würden dann allerdings doch zum vollständigen Verlust führen. Ähnliche Quoten könnten dann auch bei anderen Vergehen wie dem Überfahren einer roten Ampel (50%), unsichere Bereifung (25 %) u. ä. einführen.

Urteile
Erste Urteile gibt es schon. So reduzierte das Landgericht Bonn die Schadenssumme eines angetrunkenen Beifahrers um 75 Prozent (Az.: 10 O 115/09). Auf 50 Prozent des Schadens blieb eine Versicherte sitzen, die bei Rot über eine Ampel gefahren ist. So entschied das Landgericht Münster (Az.: 15 O 141/09)


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