Prüfung auf Neuaufnahme vor Versicherungswechsel

Bevor Sie Ihre alte Versicherung kündigen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob Sie in der von Ihnen gewählten, neuen Versicherungsgesellschaft mit Ihrem Antrag überhaupt Erfolg haben, denn die Versicherungsgesellschaften prüfen neue Anträge genau und haben immer die Möglichkeit diese abzulehnen.

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Wenn Sie sich zu einem Versicherungswechsel entschließen, sollten Sie vorher unbedingt prüfen, ob ein anderer Anbieter Sie auch ohne Abstriche wieder neu versichert. Jede Versicherung hat ihre Aufnahmekriterien und je nach Versicherungsbereich, kann es zu mehr oder weniger Problemen beim Neuantrag oder sogar zu einer kompletten Ablehnung Ihres Antrages kommen. So führen Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen vor dem Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung durch und möchten Informationen über mögliche Erkrankungen und Unfälle der letzten 5 bis 10 Jahre. Sollten Sie eine Vorerkrankung gehabt haben, so kann die Versicherungsgesellschaft entweder einen Zuschlag zum Beitrag verlangen oder definierte Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließen oder tatsächlich auch Ihren Antrag aus diesem Grunde ganz ablehnen.

Vorab Probeantrag stellen kann nützlich sein

Jedoch sollten Sie dann nicht gleich aufgeben, denn nicht alle Versicherer beurteilen alle Erkrankungen gleich und so haben Sie immer noch die Möglichkeit bei anderen Anbietern Angebote einzuholen. Bei den privaten Krankenversicherern ist die Nachfrage nach den Vorerkrankungen unterschiedlich, meistens fragen diese die Erkrankungen der letzten 3 bis 5 Jahre und bei Krankenhausaufenthalten die letzten 5 bis 10 Jahre ab. Sollten Sie in diesen Zeiträumen eine Erkrankung oder Verletzung gehabt haben, so besteht die Möglichkeit vorab einen Probeantrag zu stellen. Sollte dieser abgelehnt werden, so können Sie es immer noch anders formuliert versuchen, ohne den Probeantrag erwähnen zu müssen.

Vorschäden werden abgefragt

Bei Rechtsschutz-, Haftpflicht-, Hausrat-, Gebäude-, Kfz- und Unfallversicherungen wird bei der Antragstellung überwiegend nach den Vorschäden letzten 2 bis 10 Jahr gefragt. Auch dies ist je nach Gesellschaft sehr unterschiedlich. Der Versicherer hat auch hier die Möglichkeit nach Prüfung den Antrag komplett abzulehnen. Bei der Unfallversicherung wird außerdem die Frage nach schweren Vorerkrankungen gestellt oder auch nach Unfallverletzungen. Es ist hier so, dass zum Beispiel entmündigte oder schwer erkrankte Personen in der Regel nicht versichert werden. In der Hausrat- und Gebäudeversicherung besteht meist keine Möglichkeit der Neuversicherung, wenn so genannte Elementarschäden innerhalb der letzten 10 Jahre vor Antragstellung stattgefunden haben.

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