PRIVATPATIENT ODER KASSENPATIENT

Früher waren die privat Versicherten gegenüber den Kassenpatienten sehr im Vorteil aber auch heute ist es noch so, wie eine Studie zeigt.

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Das Wissenschaftliche Institut der AOK hat mit 3000 Teilnehmern den Unterschied zwischen Privatpatient und Kassenpatient untersucht. Dabei kamen die Kassenpatienten wesentlich schlechter weg als die Privatpatienten. Bei akuten Beschwerden muss jeder 4. Kassenpatient über 2 Wochen auf einen Termin beim Arzt warten. Dagegen sind es bei den Privatpatienten nur etwa 8 Prozent. Unterschiedlich sind auch die Wartezeiten in kleineren Orten zu den Ballungsräumen.

Geringe Wartezeiten

In den kleineren Orten sind die Wartezeiten länger, dies liegt aber nach dem Institut mit der Arztdichte zusammen. Je größer der Ort und die Arztdichte desto größer ist auch die Anzahl der Patienten, die bei akuten Beschwerden nur geringe Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Allerdings werden auch in Großstädten die Privatpatienten bevorzugt. Bei akuten Beschwerden warten 20 Prozent der Kassenpatienten länger als 2 Wochen auf einen Termin. Dagegen wiederum bei den Privatpatienten sind es nur 2,5 Prozent, die länger warten müssen.

Unterschied Kasse und Privat

Den Unterschied zwischen Kassenpatienten und Privatpatienten wurde bei Orthopäden am deutlichsten. 17,2 Prozent der gesetzlich Versicherten mussten bei akuten Beschwerden mehr als 4 Wochen auf einen Termin warten. Bei Orthopäden waren es nur 2,4 Prozent, die länger auf einen Termin warten mussten. Schon am nächsten Tag oder sofort wurden 43,3 Prozent der privat Versicherten behandelt, aber nur 26,2 Prozent bei den Kassenpatienten. Die Erfahrungen beim letzten Arztbesuch wurde bei der Studie abgefragt. Dass es immer noch so deutliche Unterschiede zwischen Kassenpatienten und Privatpatienten gibt, hätte ich selbst nicht gedacht.

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