Progressionsvorbehalt

Definition:  Progressionsvorbehalt gib es bei einer Auszahlung von Krankengeld bzw. Krankentagegeld in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der privaten Krankenversicherung gibt es keinen Progressionsvorbehalt außer einer Ausnahme.

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Progressionsvorbehalt ist ein eigentlich ein Begriff aus dem Steuerrecht aber der Progressionsvorbehalt hat beim Krankengeld bzw. Krankentagegeld eine wichtige Bedeutung. Das Krankengeld bzw. Krankentagegeld wird zwar steuerfrei ausbezahlt, doch es zählt zum Bruttoeinkommen und kann zu einem höheren Steuersatz führen obwohl das Geld an sich steuerfrei ist ( Progressionsvorbehalt). Das bedeutet auch dass die Zahlungen bei der Einkommensteuer angegeben werden müssen.

Nur Progressionsvorbehalt in der GKV
Das oben genannte zählt aber nur für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Leistungen einer privaten Krankenversicherung sind dagegen komplett steuerfrei und unterliegt damit auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Damit muss man das Krankengeld aus der privaten Krankenversicherung nicht in der Einkommensteuer Erklärung angeben. Keine Regel ohne Ausnahme, denn wenn ein GmbH Geschäftsführer die Beiträge für die Krankengeld Versicherung als Betriebsausgabe steuerlich geltend macht, dann werden die Leistungen aus der Versicherung als steuerpflichtige Einnahmen der GmbH angesehen.

Ungleiche Behandlung ist verfassungsgemäß
Die Unterschiede beim Krankengeld bzw. Krankentagegeld haben schon viele als ungerecht bezeichnet, doch die ungleiche Behandlung gesetzlich und Privatversicherter ist verfassungsgemäß, laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes (Az. X R 53/06) vom 26.11.2008.


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