Privatversicherte Organspender sind benachteiligt

Wer sich bereit erklärt einem nahen Angehörigen z. B. eine Niere zu spenden, steht zumindest als Privatversicherter bei gesundheitlichen und finanziellen Folgen oft alleine da. Das soll sich jetzt für privatversicherte Organspender ändern. Das Schließen dieser Versicherungslücke ist ein Muss.

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Organspenden sind für viele Kranke in Deutschland lebensrettend. Das betrifft nicht nur die Organspende im Todesfall, sondern auch Lebendspenden. Aber, wer sich bereit erklärt einem nahen Angehörigen z. B. eine Niere zu spenden, steht zumindest als Privatversicherter bei gesundheitlichen und damit oft auch finanziellen Folgen häufig alleine da. Das soll sich jetzt ändern. Das Schließen dieser Versicherungslücke ist ein Muss. Der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung Volker Leienbach sieht das genauso.

Gesetzlich bei Lebendspenden klar im Vorteil

Wer gesetzlich versichert ist und eine Lebendorganspende leistet ist nicht nur großherzig, sondern auch fein raus im Gegensatz zu einem privat Versicherten. Denn hier argumentiert der private Versicherer im Falle von gesundheitlichen Problemen in Folge der Organentnahme, dass dieser Eingriff ja auf eigenen Wunsch des Spenders durchgeführt wurde – und damit auf eigenes Risiko. Dennoch, viele Versicherer übernehmen die Behandlungskosten in diesen Fällen, allerdings als Kulanz ohne feste, gesetzliche Regelung. Natürlich muss sich dieser Sachverhalt ändern, denn Organspende darf keine finanzielle Entscheidung sein.

Experten fordern Klarheit

Auch der Deutsche Ethik-Rat, der Ombudsmann der Privaten Krankenversicherer, sowie Ärzte und Politiker sehen die Notwendigkeit hier bei den privaten Versicherern Klarheit zu schaffen. Sonst sind zumindest im Falle einer Organspende bzw. dem Spenden eines Organes die privaten Versicherten schlechter gestellt als die gesetzlich Versicherten. Und das soll natürlich nicht sein.

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