Private Krankenversicherung – wenn man arbeitslos wird

Ein Arbeitnehmer kann erst Mitglied einer privaten Krankenversicherung werden, wenn er eine Mindesteinkommensgrenze überschreitet. Doch was geschieht mit der Mitgliedschaft, wenn er arbeitslos wird?

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Selbständig Tätige und Freiberufler können sich jederzeit ohne weitere Prüfung der finanziellen Einkünfte in der privaten Krankenversicherung versichern, während bei Arbeitnehmern an eine Mindesteinkommensgrenze gebunden sind. Überschreiten diese die Einkommensgrenze, ist es ihnen freigestellt, ob sie sich privat oder weiterhin gesetzlich krankenversichern möchten. Häufig entscheiden sich Arbeitnehmer dann aufgrund der besseren Leistungen der privaten Krankenversicherungen für einen Wechsel aus der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Versicherungsgesellschaft. Kein Problem ist dies, so lange das Einkommen stabil und hoch genug ist, jedoch wird gerade in den momentanen wirtschaftlich schwierigen Zeiten klar, dass auch gute Leistungen und langjährige Betriebszugehörigkeit nicht vor Arbeitslosigkeit schützen können.


Automatisch Pflichtversichert

Aber was passiert mit dem Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung, wenn die Arbeitslosigkeit eintritt? Meldet sich der Arbeitnehmer bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend, erlischt automatisch die Versicherungsfreiheit und derjenige fällt zurück in die Versicherungspflicht und muss sich somit wieder in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichern, wobei dies sowohl für ehemalige Arbeitnehmer, wie auch für ehemalige Selbständige oder Freiberufler gilt. Jedoch keine Regel ohne Ausnahme, denn es gibt Fälle, in denen die Agentur für Arbeit den Verbleib in einer privaten Krankenversicherung unterschützt und gegebenenfalls sogar die Beiträge finanziert.

Ausnahmefälle

Um zu den Ausnahmefällen zu gehören ist es auf jeden Fall Voraussetzung, dass man mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung vor Eintritt des Bezuges von Leistungen durch die Agentur für Arbeit Mitglied in einer privaten Krankenversicherung war. Möchte man vom der Versicherungspflicht befreit werden, so muss man dies spätestens drei Monate nach deren Eintritt beantragen. Bezuschusst werden in diesem Fall die Höchstsätze der gesetzlichen Krankenversicherung, woran sich auch die Beitragszahlungen orientieren.


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