Private Krankenversicherung wechseln – Beitragserhöhung

Zum Januar haben schon die private Krankenversicherung der Debeka, Nürnberger Krankenversicherung, Universa, Deutscher Ring, ARAG, Gothaer, Hanse Merkur und die Central Krankenversicherung eine Beitragsanpassung vorgenommen. Am April hat die AXA für die ECO Tarife ebenfalls eine Beitragserhöhung vorgenommen.

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Zum Jahreswechsel haben unter anderem die Debeka, Nürnberger Krankenversicherung, Universa, Deutscher Ring, ARAG, Gothaer, Hanse Merkur und die Central Krankenversicherung eine Beitragserhöhung für die private Krankenversicherung vorgenommen, die AXA Krankenversicheurng hat zum April für die Eco Tarife eine Beitragsanpassung vorgenommen. Auch die Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) hat zum 01.05.2012 Beitragserhöhungen in einigen Tarifen vorngenommen, allerdings nur für das Neugeschäft.

Alternativen nach einer Beitragserhöhung

Auch wenn Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung normal sind, gibt es immer einige Privatversicherte, die über die Höhe der Beitragsanpassung überrascht sind, denn in der Spitze können die Beitragserhöhungen bis zu 30 Prozent und mehr betragen und dann sucht man schon berechtigterweise nach Alternativen. Eine Alternative nach einer Beitragserhöhung ist der Tarifwechsel innerhalb der eigenen Krankenversicherung. Nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes hat der Privatversicherte ein Wechselrecht, wenn es einen günstigeren Tarif gibt. Dabei entfällt die Gesundheitsprüfung außer man wechselt in einen Tarif mit besseren Leistungen. Der Tarifwechsel ist bei den Krankenversicherern alles andere als beliebt und deshalb kann es vorkommen, dass die Versicherer versuchen einen Tarifwechsel zu verhindern. Der Privatversicherte sollte auf sein Recht bestehen und wenn dann immer noch nicht angemessen reagiert wird, kann man sich an den Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung wenden.

Wechsel der privaten Krankenversicherung

Auch ein Wechsel der privaten Krankenversicherung kann in Betracht gezogen werden, doch für alle die schon viele Jahr bei der gleichen Krankenversicherung sind, lohnt es sich in der Regel nicht, denn die Altersrückstellungen gehen verloren. Wer also 15 Jahre bei der gleichen PKV versichert ist, sollte das Gespräch mit der eigenen Versicherung suchen und schauen ob ein Tarifwechsel möglich ist. Wer aber unbedingt wechseln möchte, der sollte neben den Leistungen und dem Beitrag auch die Bilanzkennzahlen der Unternehmen vergleichen, die der Fachberater in der Regel kennt.

Wichtige Bilanzkennzahlen:

– RFB Quote (gibt Auskunft über die Höhe der Rückstellungen um Beitragserhöhungen zu vermindern. Je höher diese Zahl ist, desto mehr Rückstellungen sind vorhanden)

– EK Quote (Die Eigenkapitalquote gibt Auskunft über das Verhältnis von Eigenkapital und Beitragseinnahmen)

– VK Quote (Die Verwaltungskostenquote zeigt wie hoch der Anteil ist, der von den Beiträgen für die Verträge gebraucht wird. Ist die VK Quote niedrig, kann der Beitrag günstiger sein)

– AK Quote (Die Abschlusskostenquote wie hoch der Anteil ist, der von den Beiträge für die Vermittlerprovision benötigt wird. Niedrige Abschlussprovisionen sind positiver als hohe Provisionen)

– NV Quote (Die Nettoverzinsung zeigt die Höhe der Verzinsung aus den Kapitalanlagen. Je mehr desto besser)


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2 thoughts on “Private Krankenversicherung wechseln – Beitragserhöhung

  1. Kommentar Autor
    Gernot
    Ein Kommentar

    Beitragsanpassung UKV,
    Hallo, die UKV hat ihre Beiträge um über 20% erhöht. Das ist deutlich über dem derzeitigen Schnitt. Wer hat ähnliche Erfahrungen ? Besten Dank.

  2. Kommentar Autor
    Doro Schmitz
    Ein Kommentar

    Die Gothaer hat meinen Beitrag gerade um 21 % zum 1. 1. 2011 erhöht.
    Unglaublich. Und meine Beraterin meldet sich seit 1 Woche nicht bei mir (habe auf ihrem AB um einen Rückruf gebeten). Diese Versicherung kann ich nicht weiterempfehlen.
    Grüße D. S.

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