Private Krankenversicherung – Schwangere bekommen weniger

Der Wechsel in die privaten Krankenversicherungen wird einfacher. Vor allem Frauen, die planen, Mutter zu werden, sollten sich den Übertritt aber genau überlegen. Denn hier sind die finanziellen Leistungsunterschiede zur gesetzlichen Kasse enorm, es gibt deutlich weniger Geld.

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Nach der Gesundheitsreform wird der Wechsel in die privaten Krankenversicherungen jetzt deutlich einfacher. Die Wartezeit wird von drei auf ein Jahr verkürzt, die Jahresarbeitsentgeltgrenze sinkt. Zum Jahreswechsel 2010/2011 soll man sogar gleich – also ohne Wartezeit – zum 1. Klasse-Patient werden können. Dieser Schritt will aber genau überlegt sein. Denn dieser hat nicht nur Vorteile.

Schnellen Wechsel gut überlegen

Vor allem junge Paare, die auf der Karriereleiter schon ein Stückchen nach oben geklettert sind und jetzt über ein ausreichendes Einkommen verfügen, wollen vom Standardpatient zum Privatversicherten werden. Und ja, die Vorteile sind in vielen Bereichen groß. Wer aber plant, eine Familie zu gründen, sollte genau prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Denn gerade was den Bereich der Familienversicherung angeht, liegen die gesetzlichen eine Nasenlänge vorn. Deutlich wird das vor allem im Bereich Schwangerschaft.

Einmalzahlung statt Geld pro Tag

Wird eine gesetzlich Versicherte angestellt arbeitende Frau schwanger, stehen ihr viele Vergünstigungen im finanziellen Bereich zu. Laut Mutterschaftsgesetz steht jeder schwangeren Frau Mutterschutz zu. Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Babys ist die Frau von der Arbeit freigestellt. In dieser Zeit erhält sie das so genannte Mutterschaftsgeld. In der Regel beläuft sich das auf ihr übliches Nettoeinkommen. Davon zahlt die gesetzliche Kasse ca. 13 Euro pro Tag. Den Rest muss der Arbeitgeber dazuzahlen. Selbstverständlich ist sie auch weiterhin gesetzlich krankenversichert. Bei der privaten Versicherung gelten zwar die gleichen Fristen, aber das Geld wird weniger. Denn statt des Tagessatzes der Versicherung erhalten die Privaten lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro über das Bundesversicherungsamt. Der Arbeitgeberanteil dagegen wird von den gesetzlichen Versicherungszahlungen ausgehen. Außerdem muss die werdende oder junge Mutter ihre Beiträge bei der privaten Versicherung in gleicher Höhe wie als voll Berufstätige weiter bezahlen.


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