Private Krankenversicherung für Studenten birgt Risiken

Als Student hat man die Wahl: gesetzlich oder privat krankenversichern? Die Entscheidung für die private Krankenversicherung birgt aber finanzielle Risiken.

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Während viele Studenten heute über die gesetzlich krankenversicherten Eltern zumindest zu Beginn des Studiums kostenlos familienversichert bleiben können, gibt es auch andere, die sich selbst versichern müssen. Hier bietet sich die private Krankenversicherung an. Diese ist günstig und verspricht natürlich die bekannten privaten 1. Klasse-Versicherungsvorteile. Trotzdem sollte der Schritt in die private Versicherung gut überlegt werden.

Vorsicht: finanzielle Falle

Das Risiko mit einer privaten Krankenversicherung in eine finanzielle Falle zu tappen, ist groß. Denn so günstig die Versicherungsgesellschaften die Policen für die Gesundheit der Studierenden auch anbieten, so schnell steigen die Tarife, wenn das Studium länger dauert. Ab dem 14. Fachsemester und/oder dem Erreichen des 30. Lebensjahres während des Studiums steigen die Beiträge so, dass die Finanzierung des Krankenversicherungsluxus zu einem echten Problem werden kann.


Der Weg zurück in die gesetzliche ist steinig

Ein weiteres und viel größeres Problem aber ist, was nach Beendigung des Studiums passiert. Auch wenn in Deutschland derzeit ein Fachkräftemangel herrscht, so findet doch nicht jeder Ex-Student einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Und eine feste Anstellung ist die Bedingung für die jungen Erwachsenen, um in die gesetzliche Versicherung nach Studiumsende zurückkehren zu können. Findet man keine Anstellung, bleibt man auf der privaten Krankenversicherung und den dazugehörigen Beiträgen sitzen. Und die sind dann oft beachtlich. In vielen Fällen sollten Studenten deshalb ihre Krankenversicherungs-Entscheidung zugunsten der gesetzlichen Versicherer treffen. Hier mögen zwar die Anfangsbeiträge geringfügig höher als bei den privaten Versicherungsgesellschaften sein, die finanzielle Sicherheit für die Zukunft aber ist beträchtlich.

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