Private Krankenversicherung – außerordentliche Kündigung möglich

Bei Betrug oder einem tätlichen Angriff auf einen Vermittler ist die außerordentliche Kündigung einer privaten Krankenversicherung in Ordnung. Bundesgerichtshof Az. IV ZR 50/11 und IV ZR 105/11

Anzeige / Inserat

Inzwischen gibt es in Deutschland für die gesetzliche und private Krankenversicherung eine Versicherungspflicht, dies bedeutet jeder muss versichert sein. In der privaten Krankenversicherung müssen die Versicherer einen Basistarif anbieten ohne Gesundheitsfragen, damit auch jeder der nur in der PKV versicherbar ist auch einen Krankenversicherungsschutz bekommt. Doch wenn ein Privatversicherter betrügt fliegt er raus ungeachtet der Pflicht zur Krankenversicherung.

Bundesgerichtshof Az. IV ZR 50/11 und IV ZR 105/11

Der Bundesgerichtshof hat in einem Fall zu entscheiden, in dem ein Mann seine private Krankenversicherung um rund 4.000 Euro betrogen hat, weil er fingierte Rechnungen für Medikamente eingereicht hat. Ein anderer Privatversicherter hat den Versicherungsvermittler einer Gesellschaft bedroht und zusätzlich noch mit einem Bolzenschneider angegriffen.

Beide Fälle vom BGH für die PKV entschieden

In beiden oben genannten Fällen hat der Bundesgerichtshof für die Krankenversicherung entschieden, denen nicht mehr zuzumuten war diese Personen weiter zu versichern. Der BGH hat die außerordentliche Kündigung des Krankenversicherers in beiden Fällen zugelassen. Beide müssen sich nun eine neue Krankenversicherung suchen.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...