Private Krankenversicherung Änderungen aktuell

Für die private Krankenversicherung gibt es ab dem Jahr 2012 einige Änderungen, aktuell ist das die Deckelung der Provision und eine neue Gebührenordnung.

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Zu Beginn des Jahres 2011 hat die Regierung die private Krankenversicherung gestärkt, in dem der Wechsel von gutverdienenden Arbeitnehmern in die PKV erleichtert wurde. Die Wechselfrist wurde zu Beginn des Jahres von 3 Jahren auf 1 Jahr verkürzt und somit können Angestellte schon nach einem Jahr in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie 1 Jahr über einer bestimmten Einkommensgrenze liegen. Aber auch im Jahr 2012 gibt es einige Änderungen für die PKV.

Provision wird gedeckelt

Die Provision bei Versicherungsvermittlern für die Vermittlung einer PKV werden ab April 2012 auf 9 MB (Monatsbeiträge) gedeckelt. Gleichzeitig wird die Stornohaftungszeit auf 5 Jahre verlängert. Bisher hatten einige (wenige) Vertriebe bis zu 18 Monatsbeiträge bekommen für den Abschluss einer PKV. Angeblich wurden durch die hohen Provisionen viele Verträge umgedeckt um nochmal mit einem Kunden zu verdienen. Leider wird dabei vergessen dass 99 Prozent der Versicherungsvermittler für einen Vertrag nur 6 oder 7 MB (Monatsbeiträge) bekommen und nur die Bosse der großen Vertriebe bekommen mehr als 10 MB aber es ist wie so oft, die Regierung beschließt etwas und keiner hat auch nur annähernd eine Ahnung was draußen im Vertrieb abgeht. Die Bosse der großen Vertriebe werden sich das Geld was sie vielleicht dadurch einbüßen sicher aus anderen Quellen wieder holen und es hat sich damit im Endeffekt wenig geändert außer dass die kleinen Vermittler eine nicht tragbare Verlängerung der Stornohaftung in Kauf nehmen müssen.

Einkommensgrenze geht nach oben

Während im letzten Jahr zum ersten mal die Einkommensgrenze für den Wechsel in die private Krankenversicherung auf 49.500 Euro gesunken ist, geht im Jahr 2012 die Versicherungspflichtgrenze wieder kräftig nach oben. Ab 2012 muss ein Arbeitnehmer im Jahr 50.850 Euro (monatlich 4237,50) verdienen um in die private Krankenversicherung wechseln zu dürfen.

Zahnarzt Behandlungen werden teurer

Seit rund 24 Jahren ist an der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nichts mehr gemacht worden obwohl seit 1988 die Behandlungsmethoden sich ständige verbessert und natürlich auch verteuert haben. Die Zahnärzte haben schon lange eine neue GOZ gefordert und diesmal hat die Bundesregierung reagiert und es gab eine neue Gebührenordnung für Zahnärzte. Schlussendlich wird der Zahnarztbesuch teurer, dadurch müssen die Kassen mehr bezahlen und damit erhöht sich auch irgendwann der Beitrag der privaten Krankenversicherung.


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