Private Krankenversicherung 2010 – Änderungen beim Wechsel in die PKV
Ab dem Jahr 2010 gibt es für die private Krankenversicherung einige Änderungen, unter anderem beim Wechsel in die PKV von der GKV wird wohl die 1-Jahresfrist wieder eingeführt.
Seit rund 3 Jahren hat die vormalige Regierung den Wechsel für Arbeitnehmer von der GKV in die private Krankenversicherung sehr erschwert. Damals wurde eingeführt dass man 3 Jahre über der Versicherungspflichtgrenze verdienen muss bevor man von der GKV in die PKV wechseln darf.
Versicherungspflichtgrenze überschreiten bald nur noch 1 Jahr
Man wollte damit verhindern das gutverdienende Arbeitnehmer sofort die gesetzliche Krankenversicherung verlassen. Momentan ist es praktisch noch so dass ein Arbeitnehmer 3 Jahre hintereinander die Versicherungspflichtgrenze überschreiten muss bevor er wechseln darf. Diese Grenze soll wieder auf die 1 Jahresfrist verkürzt werden aber so wie es momentan aussieht wird es nicht reichen um dies am 1.1. 2010 umzusetzen aber im Laufe des nächsten Jahres ist diese Änderung wohl geplant.
Nach Beitragserhöhung Kündigung möglich
Die Versicherungspflichtgrenze liegt ab 2010 bei 49.950 Euro die damit recht stark ansteigt, man darf gespannt sein ob diese auch so bestehen bleibt. Wer seine PKV kündigen möchte muss die Kündigungsfrist einhalten außer wenn er eine Beitragserhöhung seiner privaten Krankenversicherung bekommt, dann hat er ein außerordentliches Kündigungsrecht, nach Kenntnisnahme sind es 4 Wochen wo er seine PKV wechseln kann.
Altersrückstellungen gehen verloren
Bei einem Wechsel gilt es zu bedenken dass in der Regel die Altersrückstellungen weg sind und man nicht sicher weiß ob man bei einer anderen privaten Krankenversicherung noch versicherbar ist. Man erlebt oft dass Menschen behaupten sie sind kerngesund geht man aber die ganzen Gesundheitsfragen durch, kommen dann doch Krankheiten zu Tage die es verhindern könnten bei einer neuen privaten Krankenversicherung einen Komforttarif zu bekommen.
Nur der Beitrag wird verglichen
In diesem Versicherungsbereich sollte so oder so nichts ohne fachliche Beratung gemacht werden, denn nicht selten wird der Fehler gemacht rein nach dem Beitrag eine Entscheidung zu fällen, bestenfalls vergleicht man noch die Leistungen der PKV mit den anderen aber kaum einer schaut sich den Hintergrund einer privaten Krankenversicherung an und der ist natürlich auch wichtig. Denn wenn man diese kennt und mit einem Fachmann durchspricht kann man sicher keine Beitragserhöhungen vermeiden aber man ist dann vielleicht bei der Gesellschaft versichert, die genug Kapital hat um eine Beitragserhöhung abzumildern.