Private Haftpflicht zahlt für Tierarztkosten bei fremdem Hund

Wer einen fremden Hund verletzt, muss die Tierarztkosten bezahlen. Wohl dem, der eine private Haftpflichtversicherung hat. Sie springt dann ein.

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Bissiger Hund fällt Jogger an! Das sind die Schlagzeilen, die wir kennen. Was aber passiert, wenn der Jogger den Hund verletzt? Wer jetzt lacht, lacht vielleicht nicht zu letzt. Denn es geschieht schneller als man sich vorstellen kann und dann ist man froh eine private Haftpflichtversicherung zu haben. Wie bei dem sportlichen jungen Mann, der morgens vor der Arbeit noch eine Runde drehen wollte. Im Dunkeln machte er sich auf die „Sportsocken“. Schon nach einigen Metern fällt ihm ein Hund auf, der mit wehendem Fell auf ihn zu rennt. Der Schweiß, der rinnt in Strömen – aus Angst. Da ist der Kläffer mit dem Jogger auf einer Höhe. Was tun? Ein derber Tritt, ein Winseln und dann das wilde Geschrei des Hundehalters.


Statt Killerköter Joggerfreund

Was der junge Sportler nicht wusste: Der süße, mittelgroße Wauzi ist kein Killerköter, sondern ein Joggerfreund, der selbst regelmäßig mit Herrchen und Frauchen läuft. Er wollte den fremden Mann einfach nur begrüßen. Jetzt lag er da, mit verletzten Rippen. Herrchen war außer sich vor Zorn, der Sportler vor Scham. Man tauschte Adressen und Telefonnummern und versprach in Kontakt zu bleiben. Was folgte war der Anruf des Hundehalters am Abend. Der Tierarzt hatte tatsächlich eine Rippenverletzung festgestellt und eine saftige Rechnung für die Behandlung gestellt. Und die wollte Herrchen jetzt vom Jogger bezahlt wissen.


Mit der Versicherung sprechen

Glücklicherweise hatte der Jogger eine Haftpflichtversicherung. Diese informierte er umgehend. Er schilderte den Vorfall in knappen, aber klaren Worten. Die Versicherung antwortete zügig und gab den positiven Bescheid: „Ja, wir springen ein!“. Der Hundehalter sammelte die Rechnungen, leitete sie weiter an die Versicherung des sportlichen Treters, die die Kosten klaglos übernahm. So ist im Normalfall der Ablauf in einer solchen Situation. Aber, Ausnahmen bestätigen auch diese Regel. Deshalb sollte man sich als Verursacher eines solchen tierischen Schadens immer mit der eigenen Versicherung in Verbindung setzen, ehe man sich in finanzieller, wenn auch nicht moralischer Sicherheit wiegt.


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