Private Arbeitslosenversicherung nur selten sinnvoll

Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist in Deutschland groß. Viele wollen sich deshalb privat – zusätzlich zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung – absichern. Das ist aber nur selten sinnvoll.

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Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist groß – weltweit, aber besonders in Deutschland. Denn sind wir nicht gerade erst auf einer dramatischen Welle der Wirtschaftskrise knapp am Verderben vorbei geschliddert. Viele haben darunter gelitten; haben Hab und Gut und Job verloren. So langsam geht es aufwärts. Aber die Unsicherheit ist nach wie vor groß.

Job weg, Geld weg

Denn wer seinen Job verliert, hat ganz schnell richtige Probleme. Zwar übernimmt die Arbeitslosenversicherung einen Teil – in der Regel 60 Prozent – vom letzten Nettogehalt, aber das ist nicht viel, bedenkt man, dass die laufenden Kosten ja weitergetragen werden müssen. Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, ganz abgesehen von den Nebenkosten wie Essen, Kleidung oder gar Kindergartenbeiträgen und Schulgeld. Also muss schnell wieder ein Arbeitsplatz her. Da ist allerdings allzu oft der Wunsch der Vater des Gedanken. Und dann droht schlimmstenfalls sogar Hartz 4. Damit wird das Auskommen dann fast unmöglich. Wohl dem, denkt man, der noch eine zusätzliche Arbeitslosenversicherung abgeschlossen hat.


Zu viele Einschränkungen

Aber, hier sollte man vorsichtig sein. Denn in der Regel lohnen sich diese Angebote nur bedingt. Zum einen ist die Wartezeit oft lange, meist muss man mindestens zwei Jahre versichert sein, damit der Versicherer im Ernstfall einspringt, zum anderen zahlt sie bei befristeten Verträgen wie sie heute üblich sind, oft gar nicht. Und nicht zuletzt sind sie nur wenig lukrativ. Diese Versicherungen werben zwar damit, dass im Leistungsfalle – also bei einer absolut unverschuldeten Kündigung – die Differenz zwischen Arbeitslosengeld und letztem Nettogehalt übernommen wird. Allerdings, und hier sollte man rechnen, muss man für diese Zahlungen ganz schön in Vorleistung gehen. Die Monatsbeiträge sind oft immens und müssen auch während des Leistungsbezugs weiter bezahlt werden, was dann die Auszahlung ja wieder reduziert.

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