Privat versichert? Arztrechnung prüfen!

Wer privat krankenversichert ist, hat nicht nur mehr Rechte. Er hat auch mehr Pflichten. Zum Beispiel muss ein Privatpatient die Arztrechnung auf Richtigkeit prüfen. Sonst kann das teuer werden.  Das kann teuer werden Wer sein Auto in die Werkstatt bringt, macht es automatisch – er checkt nach getaner Arbeit die Rechnung. Wer privat krankenversichert ist […]

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Wer privat krankenversichert ist, hat nicht nur mehr Rechte. Er hat auch mehr Pflichten. Zum Beispiel muss ein Privatpatient die Arztrechnung auf Richtigkeit prüfen. Sonst kann das teuer werden.
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 Das kann teuer werden

Wer sein Auto in die Werkstatt bringt, macht es automatisch – er checkt nach getaner Arbeit die Rechnung. Wer privat krankenversichert ist und beim Arzt war, sollte genau das auch tun. Denn wenn der Mediziner Leistungen abrechnet, die er nicht erbracht hat, kann die private Versicherung die Kosten hierfür auf den Versicherungsnehmer übertragen.
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Ein Fall aus München

Ein ganz konkretes Beispiel hierfür ist ein Fall, der vor dem Amtsgericht München verhandelt wurde. Die Versicherte hatte einen Arzt aufgesucht, der sich auf Alternative Heilmethoden wie zum Beispiel Bioenergetik und Naturheilverfahren spezialisiert hatte. Sie wurde hier mit einer Bioresonanztherapie behandelt. Abgerechnet hat der Mediziner aber außerdem Akupunktur und eine Infiltrationsbehandlung. Die Krankenversicherung bezahlte anstandslos.
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Das Recht auf Seiten des Versicherers

Neun Jahre später erfuhr der private Versicherer von der zu viel bezahlten und zu wenig erbrachten Leistung. Die PKV zögerte nicht, das Geld von der Versicherten zurückzufordern. Die aber weigerte sich mit der Begründung, sie als Laie könne nicht beurteilen, was Akupunktur und was Bioresonanz sei. Die Geschichte landete vor Gericht und die Versicherung bekam Recht. Für den Versicherungsnehmer besteht die Pflicht, Arztrechnungen auf Richtigkeit zu prüfen. Hierzu ist keine Sachkenntnis nötig. Sollte dem Versicherungsnehmer einer oder mehrere Rechnungsposten unschlüssig sein, muss er den Versicherer darüber informieren (Amtsgericht München, Az.: 282 C 28161/12)

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