Privat krankenversichern – Gesundheitsfragen vorvertragliche Anzeigepflicht

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung ist nicht einfach. Neben Selbständigen können Besserverdienende sich privat krankenversichern, wenn sie nach Beantwortung von Gesundheitsfragen die Kriterien der Versicherungsgesellschaft erfüllen.

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Das Privat Krankenversichern in der Privaten Krankenversicherung ist nicht nur eine Frage des Wollens sondern auch des Status und des Einkommens sowie die Annahme in ein Versicherungsverhältnis seitens des Versicherungsunternehmens. Grundsätzlich können sich Selbständige, bestimmte Personengruppen, wie Beamte, und Arbeitnehmer, die mindestens 3 Jahre über der Beitragsbemessungsgrenze verdient haben, privat krankenversichern lassen.


Risikoprüfung

Die Anzeige aller dem Versicherungskunden bekannten Krankheiten dient dem Versicherungsunternehmen zur Berechnung des Risikos und des Tarifs. Ist das Risiko zu hoch, kann das Versicherungsunternehmen einen Kunden ablehnen. Versicherer informieren sich vor Abschluss eines Vertrages genau über den Gesundheitszustand des Kunden, den aktuellen und den von einem Zeitraum bis zu 10 Jahren. Mit den Angaben zu den aktuellen und auch in der Vergangenheit liegenden Krankheiten soll das Risiko berechnet werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Versicherer in Leistung gehen muss. Die Beantwortung der Fragen ist für den Versicherungsnehmer gesetzlich Pflicht und für ihn selbst von großer Bedeutung.

Bei Verschweigen von Krankheiten Rücktritt möglich

Die Beantwortung der Fragen wird spätestens dann wichtig, wenn der Krankenversicherer im Krankheitsfall in Leistung gehen soll. Wenn er aufgrund von Nachforschungen feststellt, dass der Versicherungsnehmer eine Krankheit ggf. absichtlich verschwiegen hat, kann er auch nach Jahren vom Versicherungsvertrag zurücktreten und der Versicherte erhält keine Leistung, die gezahlten Beiträge werden möglicherweise einbehalten. Die Beweislast liegt beim Versicherungskunden. Wenn die Versicherungsgesellschaft dem Kunden unterstellt, er habe Krankheiten verschwiegen oder nicht wahrheitsgemäße Angaben gemacht, muss er das Gegenteil beweisen.

Bei Vorerkrankungen Ablehnung oder Risikozuschlag möglich

Bei vorliegenden Vorerkrankungen kann das Versicherungsunternehmen den Antrag ablehnen oder der Kunde zahlt einen Aufpreis. Möglich ist auch eine Einigung, dass bestimmte Krankheiten von der Leistung ausgeschlossen werden.


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