Preisstopp für Medikamente auch für die PKV?
Das geplante Sparpaket mit dem Preisstopp für Medikamente soll auch für die PKV gelten, denn es ist nicht einzusehen dass die private Krankenversicherung für das gleiche Medikamente mehr bezahlen muss als gesetzlich Versicherte.
Der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat ein Sparpaket angekündigt für die gesetzlichen Krankenkassen. Dabei sollen per Gesetz ein Zwangsrabatt eingeführt werden und die Preise für Medikamente solle bis Ende 2013 auf dem Niveau von August 2009 eingefroren werden. Der Zwangsrabatt soll befristet von aktuell 6 Prozent auf 16 Prozent steigen.
Der Chef des PKV- Spitzenverbands Volker Leienbach fordert in der Zeitschrift *Der Spiegel* dass dieses Sparpaket ebenso für die private Krankenversicherung gelten muss.
Einsparungen über eine Milliarde Euro
Mit diesem Sparpaket will das Gesundheitsministerium über eine Milliarde Euro einsparen und den Versicherten auch günstigere Medikamente verschaffen. In der gesetzlichen Krankenversicherung sind von 1998 bis ins Jahr 2008 die Kosten pro Versicherten um 68 Prozent gestiegen, in der privaten Krankenversicherung waren es sogar 86 Prozent.
PKV befürchtet nicht zu profitieren
Nun befürchtet die PKV dass sie von dem Sparpaket nicht profitieren und damit wird auch befürchtet dass die Arzneimittelausgaben drastisch ansteigen. Volker Leienbach sagte deshalb auch dass es verrückt wäre wenn gesetzlich und Privatversicherte für das gleiche Medikament unterschiedliche Preise zahlen müssen. Eine Sprecherin des Ministeriums dass man die Entwicklung bei den Arzneimittelausgaben der Privaten verfolgen wird und es auch im Auge behalten wird.
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