Praxisgebühr

Definition:  Praxisgebühr: Sie ist jedes Quartal beim Arzt zu entrichten.

Anzeige / Inserat

Wer zum Arzt geht, muss einmal im Quartal zehn Euro Praxisgebühr entrichten. Diese werden vom Arzt an die Krankenkassen weitergeleitet. Je nach Art des Arztes, den man aufsucht kann auch eine mehrfache Zahlung des Betrags nötig werden, da die Ärzte in so genannte Behandlungsklassen (niedergelassener Arzt, Zahnarzt, Notdienste) unterteilt werden und die Praxisgebühr hier jeweils anfällt.

Beispiele
Wer Anfang Oktober wegen akuter Beschwerden zum Hausarzt muss, zahlt hier zehn Euro. Wird ein Besuch beim Facharzt nowendig, wird der Patient an diesen vom Hausarzt überwiesen. Dort wird dann keine Praxisgebühr erhoben. Geht man nun aber zum Zahnarzt, weil Karies einen plagt, muss man wieder die Börse zücken. Kommt nun am Wochenende noch ein Zipperlein dazu und man macht sich auf zum Notdienst, zahlt man wieder.

Ausnahmen
Natürlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme. So sind Patienten unter 18 Jahren generell von der Praxisgebühr befreit. Auch bei Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennung oder einfachen Kontrollterminen (z. B. beim Zahnarzt) werden die zehn Euro nicht fällig. Schutzimpfungen sind ebenfalls praxisgebührfrei. Andere Freistellungsmöglichkeiten ergeben sich aus den finanziellen Möglichkeiten des Versicherten z. B. dann, wenn der Jahreseigenbeitrag eines Versicherten mehr als zwei Prozent des Bruttoeinkommens pro Jahr beträgt.


Zurück zum Versicherungslexikon.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...