Politische Unruhen kein Fall für Reiserücktrittsversicherung

Wer jetzt seinen Tunesien-Urlaub abbrechen musste, bekommt kein Geld von der Reiserücktrittsversicherung. Sie haftet nicht bei politischen Unruhen.

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In den letzten Jahren legte der Tourismus in Tunesien mächtig zu. Gerade für Familien wurde das Land zu einer echten Alternative zu Spanien, Italien und Frankreich. Die so genannten All-Inclusive-Reisen waren für die Deutschen ein Reiseschmankerl ohne Gleichen, schönes Wetter und blaues Wasser zu günstigen Preisen waren von anderen Ländern kaum zu toppen. Und jetzt das!

Gefahr für Leib und Leben

Politische Unruhen gefährden nicht nur die Einheimischen, sondern auch die Urlauber. Sie müssen um ihre Gesundheit, ja sogar ihr Leben fürchten. Das Auswärtige Amt in Deutschland rät derzeit von Reisen in das afrikanische Land ab. Zu groß sei das Risiko, zum Ziel von Terror und Kriminalität zu werden. Wer sich derzeit in Tunesien zur Erholung aufhielt, wurde von den jeweiligen Reiseveranstaltern schon zurück ins kalte Deutschland geflogen. Die Urlauber sind jetzt zwar sicher, haben aber eine Menge Ärger gehabt und viel Geld verloren. Denn der Reiseabbruch geht ins Geld. Die Betroffenen müssen die bisher aufgekommenen Kosten selbst tragen und schlimmstenfalls sogar einen Teil der Rückreisekosten aufbringen. Das ist dann der Fall, wenn der Rückflug teurer ist als der eigentliche Flug.

Storno kostenlos

Wer jetzt aktuell eine Reise nach Tunesien geplant hat, kann den Reisevertrag kündigen, ohne dafür Stornogebühren zahlen zu müssen. Eine Ersatzreise können die enttäuschten Urlauber nicht verlangen. Wer eine Ersatzreise vom Veranstalter angeboten bekommt, muss diese aber auch nicht antreten. Urlauber, die eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen haben und nun hoffen, dass sie hier eine geltwerte Entschädigung erhalten, werden ein weiteres Mal enttäuscht werden. Diese haftet nicht für einen Reiseabbruch oder- rücktritt wegen politischer Unruhen oder Naturkatastrophen. Sie springt in der Regel z. B. nur bei Unfall, unerwarteter Erkrankung (auch von nahen Angehörigen), Tod, Verlust oder Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, Schwangerschaft u. ä. ein.

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