Politiker wollen Pflege-WGs fördern

Die Versorgung pflegebedürftiger Senioren wird in Zukunft immer teurer werden. Deshalb heißt es heute schon Alternativen suchen. Es muss nicht immer das Pflegeheim sein. Warum keine Pflege-WG gründen? Diese will Gesundheitsminister Bahr (FDP) fördern.

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Wir werden immer älter. Und das ist nur bedingt gut. Denn zum einen überaltert unsere Gesellschaft immer mehr und der Nachwuchs lässt auf sich warten, was wiederum unsere Wirtschaft belastet. Zum anderen ist das hohe Alter auch für den Einzelnen oft mit Schwierigkeiten verbunden. Wer pflegebedürftig wird, muss z. B. oft ab ins Pflegeheim. Dabei bietet sich hier eine schöne Wohn- und Pflegealternative – die Pflege-Wohngemeinschaft. Diese wollen auch die Politiker fördern.

WG-geeignete Wohnung für Senioren

Hübsche Wohnung im Erdgeschoss mit kleinem Garten. Fünf Zimmer, Küche, Bad mit ebener Dusche, WG-geeignet. Ältere Herrschaften bevorzugt. So könnte zukünftig eine Wohnungsanzeige in den einschlägigen Wochenblättern aussehen. Denn die Pflege-WG für die Senioren in unserem Land wird immer beliebter. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Alten unserer Republik müssen nicht im Pflegeheim vereinsamen, sie bleiben länger selbstständig, schließen noch neue Freundschaften, werden täglich geistig gefordert und die Miet- und Pflegekosten können sich die Herrschaften teilen.

Bis zu 3.400 Euro und mehr

Das haben auch Politiker entdeckt. Deshalb spricht sich Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) heute auch in der Bildzeitung für die Pflege-WG für die deutschen Senioren aus. Hier sollen sich die Rentner natürlich nicht gegenseitig pflegen, sondern letztlich länger selbstständig bleiben. Die Form der Förderung soll finanzieller Natur sein. So ist geplant, dass Pflegebedürftige, die sich für die Pflege-WG entscheiden zusätzlich 200 Euro für eine Pflegekraft erhalten. So können schon in Pflegestufe 1 bis zu 3.400 Euro in einer WG mit vier Menschen zusammenkommen.


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