Pleite gesetzliche Krankenkassen – mehr Kassen bedroht

Nach der Schließung der City BKK sind noch mehr gesetzliche Krankenkassen von einer Schließung bedroht. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen sieht noch bei weiteren 22 Kassen eine Gefährdung.

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Laut einem Medienbericht sieht der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, nach der Schließung der City BKK, noch mehr Krankenkassen von einer Schließung bedroht.

Spitzenverband sieht noch weitere 22 Kassen bedroht

Die Wirtschaftswoche berichtet von internen Schätzungen der GKV, die bereits vor der Schließung der City BKK gemacht wurden. So ist zu befürchten das noch weitere 22 gesetzliche Kassen wegen ihrer angespannten Finanzlage von einer Pleite bedroht sind. In diesen gesetzlichen Krankenkassen sind insgesamt über 28 Millionen Menschen gesetzlich versichert. Die Namen der Krankenkassen, die angeblich gefährdet sind, wurden allerdings nicht mit dem Namen genannt.

Krankenkassen und der Gesundheitsfonds

Seit der Einführung des Gesundheitsfonds müssen gesetzliche Krankenkassen mit dem Geld auskommen, dass sie aus dem Fonds bekommen. Wenn das Geld nicht ausreicht, dürfen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag verlangen, seit diesem Jahr ist der in der Höhe nicht mehr begrenzt. Aber genau dieser Zusatzbeitrag hat Kassen in Schwierigkeiten gebracht. Verlangt eine Kasse einen Zusatzbeitrag, dürfen die betroffenen Versicherten noch bevor der Zusatzbeitrag bezahlt werden muss, die Kasse wechseln. So kommen genau die Kassen in Schwierigkeiten, die einen Zusatzbeitrag verlangen müssen.

City BKK wird geschlossen

Mitte des Jahres wird die City BKK geschlossen. Die rund 130.000 Versicherten müssen sich deshalb bis zum 1. Juli 2011 eine neue Krankenkasse suchen. Da einige Alte und kranke Menschen von gesetzlichen Kassen abgelehnt wurden, gibt es nun ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro wenn eine Kasse jemand ablehnt oder den Beitritt erschwert.

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