PKV Versicherer darf nur aus wichtigem Grund kündigen

Wer heute privat krankenversichert ist, kann das in der Regel auch bleiben. Kündigen darf der PKV Versicherer die Versicherung nur aus wichtigem Grund.

Anzeige / Inserat

Privat krankenversichert – was früher nur den betuchten Teilen unserer Bevölkerung möglich war, gehört heute schon fast zum normalen Leben. Wer sich nicht vollständig privat versichern kann, der wählt zumindest die eine oder andere private Zusatzversicherung. Denn der Gesundheitsstandard der gesetzlichen Versicherungen ist kaum mehr ausreichend, wenn man moderne und innovative Behandlungsmethoden bevorzugt.

GKV und PKV

Der Vorteil der gesetzlichen Versicherung war bis heute, das man hier sicher versichert war. Das bedeutet, dass man erstens von den GKVen nicht abgelehnt werden darf und außerdem Kündigungen von Seiten der Versicherung fast nicht möglich sind. Anders war das bisher bei den privaten. Hier hatten die Versicherten immer ein leichtes Unbehagen, vielleicht doch aus irgendeinem Grund aus der Versicherung zu fliegen. Das ist jetzt anders. Denn heute darf auch der private Versicherer nicht einfach Mitglieder feuern. Außer, es besteht ein wichtiger Grund.

Nur ehrlich währt am längsten

Was aber ist ein wichtiger Grund, fragt man sich berechtigterweise? Täuschung, Lug und Betrug. Wer versucht seinen Versicherer an der Nase lang zu führen, spielt mit dem Versicherungsschutz. Und nicht nur das, er riskiert sogar Kosten selbst übernehmen zu müssen, regresspflichtig gemacht zu werden und schlimmstenfalls Konventionalstrafen. Das gilt für die Vollversicherung genauso wie für Zusatzversicherungen. So musste z. B. Familie Lindner aus Karlsruhe die Kosten für eine MRT-Untersuchung ihres Sohnes selbst zahlen, weil die Tante des Kleinen beim Abschluss der Versicherung – die ein Geschenk sein sollte – vergessen hatte anzugeben, dass der Junge einen Herzfehler hat. Hier hilft Nichtwissen nichts. Vorerkrankungen müssen grundsätzlich bei den Gesundheitsfragen und der Risikoprüfung aufgeführt werden. Das kann z. B. auch das Verschweigen einer überwundenen Drogenkarriere sein. In einem solchen Fall, der sogar vor Gericht landete, entsprachen die Richter der Versicherung. Der Vertrag wurde aufgelöst (Az.: 2 O 15 11).

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...