PKV – Tarifwechsel als Alternative zur Kündigung

Nach dem Erhalt einer Beitragsanpassung durch die private Krankenversicherung hat der Kunde die Möglichkeit von seinem vierwöchigen Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Doch ein Wechsel kann auch Nachteile mit sich bringen, so dass ein Tarifwechsel als Alternative zur Kündigung in Erwägung gezogen werden sollte.

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Erhält ein Mitglied von seiner privaten Krankenversicherung eine Beitragsanpassung schriftlich mitgeteilt, so hat er oder sie aber der Kenntnisnahme 4 Wochen Zeit um sich zu überlegen, ob er oder sie die Versicherung tatsächlich kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln will.

4 Wochen Zeit

In der Regel flattern die Ankündigungen für die Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherer gegen Jahresende den Kunden in’s Haus. Mit dem Tag, an dem der Versicherte den Brief erhalten hat, beginnt das vierwöchige Sonderkündigungsrecht, in dem der Kunde Zeit hat Erkundigungen zu Alternativen einzuholen und sich darüber Gedanken zu machen, ob er die Versicherung kündigen möchte oder nicht.


Tarifwechsel als Alternative

Bedenken sollte jeder Versicherte, der seine private Krankenversicherung vor dem Jahr 2009 abgeschlossen hat, dass er bei einem Wechsel in eine andere Gesellschaft seine gesamten Altersrückstellungen verliert. Dies ist ein Rechenexempel und lohnt sich fast immer nur dann, wenn die Versicherung noch nicht allzu lange läuft oder der neue Beitrag so günstig ist, dass sich ein Wechsel auf Dauer rechnet. Hat man einen Vertrag, der ab 2009 geschlossen wurde, so ist es möglich die Altersrückstellungen teilweise mitzunehmen. Eventuell ist es günstiger sich eine Tarifalternative anbieten zu lassen und zu schauen, ob man in einen anderen Leistungstarif innerhalb des bisherigen Anbieters wechselt. Dies kann eine erhebliche Beitragsersparnis bedeuten und man behält die Altersrückstellungen trotzdem.

Vorerkrankungen problematisch

Tritt der Fall ein, dass der Versicherte, aus welchen Gründen auch immer, auf jeden Fall zu einer anderen privaten Krankenversicherungsgesellschaft wechseln möchte, so sollte dieser nicht vorschnell seine alte Versicherung kündigen. Stellt man einen Aufnahmeantrag bei einer privaten Krankenversicherung, so muss man einen umfangreichen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, der bei entsprechender Krankengeschichte durchaus dazu führen kann, dass der gewünschte Versicherer den Antrag gar nicht annimmt. Daher sollte man mit der Kündigung warten, bis eine sichere Annahme durch eine neue Gesellschaft vorliegt.

Fachliche Beratung sinnvoll

Der Markt für private Krankenversicherungen ist sehr gewachsen und es gibt viele unterschiedliche Tarife, die zum Teil auch durch unterschiedliche Angebote schwierig vergleichbar sind. Hinzu kommt, dass nicht nur der Beitrag und die Leistung in den Fokus gerückt werden sollten, sondern auch die finanzielle Leistungskraft des Versicherers und die Kostenquote, die anhand der Bilanzkennzahlen transparent gemacht wird. Hier hilft ein Fachberater, der als unabhängiger Spezialist einen guten Überblick über die Marktsituation hat und beim Wechselablauf hilft.


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