Pflegezusatzversicherung – reicht die staatliche Pflegeversicherung?

Es gibt verschiedene Arten von Pflegezusatzversicherungen, die sich im Leistungsfalle als sehr sinnvoll erweisen, da hiermit die Differenz zwischen der Zahlung der staatlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten senken lässt.

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Nach den Statistiken werden die Menschen immer älter, woraus resultiert, dass auch die Zahl der Pflegebedürftigen immer mehr ansteigt. Bewusst sein sollte jedem, dass das Risiko der Pflegebedürftigkeit vor keinem Halt macht. Nicht nur ältere, auch junge Menschen können in diese Situation kommen, wenn sie durch eine Krankheit oder einen Unfall pflegebedürftig werden und auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Leistung nur aus gesetzlicher Pflegeversicherung

Was viele nicht wissen ist, dass eine Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung nur zahlt, wenn der Eintritt der Pflegebedürftigkeit vor dem Ablauf der Versicherung eintritt, also in der Regel zwischen dem 60. Und 65. Lebensjahr. Wird man erst danach pflegebedürftig, so kann es sehr schnell finanziell sehr knapp werden. Zwar erhält man aus der privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung Leistungen, jedoch sieht die Realität so aus, dass diese Leistungen in den meisten Fällen bei weitem nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

Müssen Kinder dann bezahlen?

Will man also eine gute und ausreichende Pflege, so muss man von seinem privaten Geld etwas dazu zahlen. Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass die Kinder selbst entweder die finanzielle Differenz für eine Fremdpflege tragen können oder aber auch den Willen und die Zeit haben die Pflege selbst zu übernehmen.

Pflegezusatzversicherung wird immer wichtiger

Um diese finanzielle Lücke zu schließen gibt es Pflegezusatzversicherungen. Es gibt verschiedene Varianten von Pflegezusatzversicherungen, die häufigsten und sinnvollsten sind die Pflegekostenversicherung und die Pflegetagegeldversicherung. Im Rahmen der Pflegekostenversicherung vereinbart der Versicherungsnehmer mit dem Versicherer einen festen Prozentsatz, welcher anteilig von den Pflegekosten übernommen wird. Tritt nun der Pflegefall ein und die staatliche Pflegeversicherung übernimmt 60% der Kosten, so bleiben 40% offen. Hier kann man zum Beispiel vereinbaren, dass von 40% Restkosten 80% von der privaten Zusatzversicherung übernommen werden, so dass der tatsächliche Eigenanteil für den Versicherten noch bei 20% liegt. Ein Vorteil einer solchen Versicherungsvariante ist, dass durch die Berechnung eines prozentuellen Anteils der Kostensteigerung Rechnung getragen wird.

Abschluss Pflegetagegeldversicherung

Eine andere Möglichkeit ist der Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung, bei der ein fester Tagesgeldsatz mit dem Versicherer als Leistung aus der privaten Zusatzversicherung vereinbart wird, wobei die Leistung sich in diesem Falle nach dem Grad der Pflegestufe richtet. Zwar ist die Pflegetagegeldversicherung von den Beiträgen her für den Versicherten günstiger, jedoch besteht das Risiko, dass die vereinbarte Summe im Leistungsfalle nicht ausreicht. Eine Aufstockung des Pflegetagegeldes während der Versicherungslaufzeit ist schwierig, da dann eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird. Eine Pflegezusatzversicherung ist übrigens für all diejenigen, die nach 1958 geboren wurden, im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar.


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