Pflegezeitpolice

Definition:  Pflegezeitpolice: Absicherung des Arbeitgebers, der einer Familienpflegezeit zustimmt.

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Seit Anfang 2012 haben Angestellte in Deutschland die Möglichkeit in die sogenannte Familienpflegezeit zu gehen, um pflegebedürftige Angehörige zu versorgen. Die Pflegenden reduzieren ihre Wochenarbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden/Woche und erhalten dafür vom zustimmenden Arbeitgeber ein angepasstes Gehalt plus Aufstockung.

Absicherung für den Arbeitgeber

Leider ist aber abzusehen, dass zumindest ein Teil der Pflegenden aus den verschiedensten Gründen – häufig natürlich gesundheitlicher Art – nicht in die Berufstätigkeit zurückkehren kann. Der Arbeitgeber bliebe nun auf seinen Auslagen sitzen – gäbe es nicht die Pflegezeitpolice. Um dieses Risiko für den Arbeitgeber zu reduzieren, muss der „Familienpfleger“ diese abschließen. Wer sie abschließen will, braucht eine Bescheinigung der Pflegekasse oder einen Nachweis eines medizinischen Dienstes sowie die schriftliche Zustimmung des Arbeitgebers. Die Beiträge für die Police müssen bis zum Abschluss der Nachpflegezeit bezahlt werden. Kehrt der Mitarbeiter vorher berechtigterweise nicht ins Unternehmen zurück, zahlt die Versicherung den noch zurückzuzahlenden Gehaltsvorschuss an den Arbeitgeber.


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