Pflegeversicherung zahlt Hausnotrufsystem

Viele ältere Menschen möchten in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben. Ein Hausnotrufsystem kann für sie lebensrettend sein. Im Rahmen der Pflegeversicherung können die Kosten zumindest zum Teil übernommen werden.

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Einen alten Baum verpflanzt man nicht. So ist das auch bei uns Menschen. Da haben wir ein Leben lang für uns allein gesorgt. Haben gekocht, gewaschen und gearbeitet. Und dann – im Alter – sollen wir plötzlich unsere Selbstständigkeit aufgeben und uns den Regeln und Anforderungen einer Senioreneinrichtung unterwerfen. Für viele ältere, auch bereits bedürftige Menschen ist das eine Vorstellung, die nur schwer zu ertragen ist.

Im Notfall wird es schwierig

Nun müssen sich viele der Betroffenen aber eingestehen: Im Notfall wird es schwierig. Die Angst, z. B. zu stürzen und sich nicht mehr selbst helfen zu können, ist groß. Dabei ist es doch nur natürlich, dass wir im Alter gebrechlicher werden, schlechter sehen und hören und nicht mehr so einfach unseren Alltag bewältigen können. Wer sich trotzdem seine Eigenständigkeit bewahren will, kann dann ein sogenanntes Hausnotrufsystem installieren lassen. Durch Knopfdruck kann man dann im Notfall eine Notrufzentrale informieren. In der Regel handelt es sich hierbei um Firmen, die die Systeme ver- und betreiben. Selbstverständlich sind die Leistungen – die je nach Bedarf variieren – kostenpflichtig. Vor Abschluss eines Vertrages, sollte man diesen genau lesen und prüfen lassen. Hier heißt es: Vier Augen sehen mehr als zwei. Besonders wichtig: Im Vertrag sollte keine Mindestlaufzeit vermerkt sein und die Kündigungsfrist kurz gehalten werden. Außerdem sollte vereinbart sein, dass Reparaturen oder der Austausch eines defekten Gerätes unverzüglich durchgeführt werden.

Auf Kleingedrucktes achten

Ein besonderes Augenmerk sollte man auf Kleingedrucktes, gerade im Kostenbereich achten. Hier verstecken sich oft ungeahnte Stolperfallen, die das Hausnotrufsystem zu einem teuren Vergnügen werden lassen. Denn in der Regel übernehmen die Krankenkasse die Kosten nicht. Lediglich die Pflegekassen bewilligen in einzelnen Fällen und nach Überprüfung der Bedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst Krankenkassen (MDK) das System als sogenanntes technisches Hilfsmittel. Allerdings muss der Dienstleister durch die Pflegeversicherung anerkannt sein. Der Antragsteller muss alleine im Haushalt leben und nachweisen können, dass das Telefon für ihn kein geeignetes Notfallinstrument ist. Sein Gesundheitszustand muss außerdem die Einrichtung des Systems berechtigen.


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