Pflegetagegeldversicherung – Abgesichert auch im Pflegefall

Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte nicht nur an die Rente denken. Wird man zum Pflegefall und muss ins Heim ist die eh meist weg. Daher ist es wichtig eine zusätzliche Pflegeversicherung abzuschließen wie z. B. die Pflegetagegeldversicherung.

Wer denkt schon gerne daran, dass man auch mal alt wird? Wer setzt sich schon gerne mit dem Gedanken auseinander, dass man möglicherweise mal zum Pflegefall wird? Richtig, so gut wie niemand. Dennoch: Vorsorgen ist angesagt. Sich hier ganz auf die gesetzliche Pflegeversicherung zu verlassen, ist so gut, wie an sichere Renten zu glauben. Experten empfehlen, auch in diesem Bereich privat vorzusorgen. So früh wie möglich.

Das Geld ist frei verfügbar Eine Möglichkeit der Vorsorge für den Pflegefall ist die Pflegetagegeldversicherung. Sie wird häufig angeboten und hat vor allem einen Vorteil: Im Pflegefall ist die Auszahlung des Geldes unabhängig von den nachgewiesenen Pflegekosten. Das bedeutet für den Betroffenen, dass er über das Geld frei verfügen kann. Das Pflegetagegeld wird in der Regel monatlich ausgezahlt – zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung natürlich. Je nach Vertrag variiert die Höhe des Betrages. Wer in jungen Jahren höhere Beiträge entrichtet, kann im Alter über mehr Geld verfügen. Der Versicherungsbeitrag richtet sich allerdings auch nach dem Versicherungseintrittsalter, dem zu erwartenden Pflegerisiko, Vorerkrankungen und dem Geschlecht. Wie bei der privaten Krankenversicherung gibt es deshalb vor Vertragsabschluss eine Risikoprüfung inklusive Gesundheitsfragen, die grundsätzlich wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Sonst gefährdet man den Versicherungsschutz.

Sieben goldene Tipps Wer eine Pflegetagegeldversicherung abschließen möchte, sollte das frühzeitig tun. So kann er die Beiträge im Rahmen halten. Außerdem gibt es einige Punkte zu beachten, bevor man den Vertrag unterzeichnet. Denn auch hier gilt: Es prüfe, wer sich ewig bindet.

1.) Manche Versicherungen machen die Auszahlung des Tagesgeldes abhängig von der Pflegestufe. Auf Nummer Sicher geht, wer auf die Versicherungsleistung ab Pflegestufe I besteht.
2.) Einige Versicherer zahlen höhere Gelder bei einer Heimunterbringung. Wer das nicht möchte, sollte darauf achten, dass er auch bei häuslicher Pflege in den Genuss des Tagesgeldes kommt.
3.) Pflegebedürftigkeit ist nicht ausschlielßlich eine Frage des Alters. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Versicherung im Falle eines Unfalls mit einer Pflegebedürftigkeit als Folge ohne Karenzzeit (Zeit zwischen Schadensfall und Beginn der Versicherungsleistung, die meist drei Monate beträgt) sofort einspringt.
4.) Natürlich sollte im Versicherungsfall eine Beitragsfreistellung garantiert sein.
5.) Der Versicherungsschutz sollte lebenslang sein.
6.) Wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird, weiß niemand. Vor allem aber was die Lebenshaltungskosten angeht, kann man davon ausgehen, dass sie mit den Jahren immer mehr steigen werden. Das sollte bei der Tagesgeldversicherung berücksichtigt werden (dynamische Anpassung).
7.) Wichtig: Kalkulieren Sie genau, welche Beiträge Sie sich leisten können.