Pflegetagebuch – Grundlagen Einstufung Pflegestufe

Das Führen eines Pflegetagebuches mit der Auflistung aller Verrichtungen und Hilfestellungen ist als Grundlage für die Einstufung in eine Pflegestufe und somit als Vorbereitung für die Begutachtung des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse sehr wichtig.

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Das Führen eines Pflegetagebuches stellt eine wichtige und hilfreiche Grundlage für die anspruchsgemäße Einstufung in eine Pflegestufe dar. Macht man jedoch Fehler bei Der Eintragung der tatsächlichen Pflegemaßnahmen, so kann dies zur Ablehnung des Leistungsantrages führen.

Medizinischer Dienst prüft

Wenn ein Mensch sich nicht mehr selbst versorgen kann, so gilt er als pflegebedürftig und es gibt die Möglichkeit einen Antrag auf Einstufung in eine Pflegestufe bei der Pflegekasse zu stellen. Dieser Antrag wird durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes vor Ort geprüft und der Umfang der Pflegebedürftigkeit festgestellt. Da der Besuch des Medizinischen Dienstes nur einen geringen Einblick in die Pflegebedürftigkeit bringen kann, wird geraten, mindestens eine Woche vor dem Termin ein Pflegetagebuch zu führen, worin alle Pflegeleistungen und Hilfestellungen dokumentiert werden, die tagsüber und nachts erbracht werden.

Alles ist wichtig

Ganz wichtig ist, dass beim Auflisten der einzelnen Tätigkeiten aus Scham oder Unwissen nichts weggelassen wird, denn wirklich jede Hilfeleistung und Handreichung stellt einen wichtigen Punkt bei der Beurteilung dar. Keine Leistung ist nebensächlich und unbedeutend, alles muss notiert werden.

Vordrucke nutzen

Der Gutachter kommt mit einer Art Checkliste, worin die Pflegeleistungen wie in einem Katalog aufgelistet sind. Diese sind in Minuten erfasst und es werden sogenannte Zeitkorridore zugeordnet. Da die Dauer der täglichen Pflegezeit auch die Pflegestufe bestimmt, sollte ein Pflegetagebuch auch nach diesem Prinzip aufgebaut sein. Hierfür gibt es Vordrucke von den Krankenkassen.
Laien als Pflegekräfte Bei der Grundpflege, also Körperpflege, Mobilität und Ernährung wurden die 13 häufigsten Verrichtungen festgelegt, für die Zeitkorridore benannt wurden. In dieser Zeit sollen Laien als Pflegekräfte in der Lage sein die vollständige Übernahme von pflegerischen Handlungen durchzuführen. Danach erfolgt die Zuordnung zur jeweiligen Pflegestufe, wobei dies bei Pflegestufe I 90 Minuten pro Tag, davon 45 Minuten für die Grundpflege, bei Pflegestufe II 180 Minuten täglich, davon 120 Minuten Grundpflege und bei Pflegestufe III 300 Minuten am Tag, davon 240 Minuten Grundpflege sind.

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