Pflegeheime wollen Zahlungssicherheiten

Pflegeheime wollen von Bewohnerangehörigen Zahlungssicherheiten. Unterschreiben Sie hier besser nichts. Die Verbraucherzentrale rät ab.

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Wir werden immer älter. In der Gesamtheit unseres Landes, aber auch im Einzelnen. Mit den Jahren kommen die Zipperlein – bestenfalls -, leider aber auch schwere Erkrankungen, die für viele ältere Menschen das Alleineleben im eigenen Haushalt oft unmöglich machen. Nun haben nicht alle Senioren Angehörige, die Zeit, Muse oder aber Lust haben, sich um ihre alternden Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels zu kümmern.

Liebe und Erfahrung fehlen oft

Die Pflege eines Verwandten braucht viel Vertrauen, aber auch Liebe und Erfahrung gehören dazu. Nicht immer sind die familiären Grundstrukturen hier ausreichend; oft fehlt aber auch schlicht die Zeit. Was bleibt, ist dann die Unterbringung in einem Pflegeheim. Hier gilt seit Ende 2009 das Wohn- und Betreuungsgesetz. Nun möchten sich viele Einrichtungen gegen die Nichtbezahlung der Betreuungskosten absichern und legen ihren Verträgen, die vielerorts von den Angehörigen abgezeichnet werden müssen, Erklärungsvordrucke bei, mit denen sie sich verpflichten, den Zahlungen für die Unterbringung nachzukommen, wenn die Bewohner diese aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leisten.

Nur vom Bewohner selbst einzufordern

Die Verbraucherzentrale rät nun davon ab, solche Erklärungen, die in ihrer Bezeichnung variieren von Bürgschaft über Haftungsübernahmeerklärung bis hin zu Schuldbeitrittserklärung, zu unterschreiben. Zum einen dürfen Sicherheitsleistungen nur von den Heimbewohnern selbst verlangt werden, zum anderen betrifft das ohnehin nur Bewohner, die für ihre Unterbringung vollständig selbst aufkommen. Zahlen Sozialhilfeträger oder Pflegeversicherung, dürfen überhaupt keine Sicherheiten eingefordert werden. Ist man sich nicht sicher, darf man natürlich immer im Heim nachfragen oder sich direkt an die Verbraucherzentralen wenden.


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