Pfandhaus – wenn man dringend Geld braucht

Der Gang zum Pfandhaus kann für all diejenigen eine unkomplizierte und schnelle Hilfe sein, die kurzfristig eine nicht allzu große Summe Geld brauchen und einen Wertgegenstand haben, den sie verpfänden können.

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Immer wieder kann es vorkommen und man braucht ganz schnell einen kleinen Geldbetrag, weil der Kühlschrank mal wieder leer ist oder man auf die Schnelle für eine absehbare etwas Wichtiges bezahlen muss. Hier kann man eventuell der Gang in ein Pfandhaus eine kurzfristige Lösung sein, denn im Pfandhaus bekommt man für den abgegebenen Wertgegenstand einen Betrag sofort in bar. Man vereinbart mit dem Pfandleiher eine Frist, in der man den entsprechenden Gegenstand unter Rückgabe der Summe wieder auslösen kann.


Pfandbetrag entspricht nicht dem tatsächlichen Wert

Beliehen werden in der Regel Münzen, Uhren, Tafelsilber, Schmuck und grundsätzlich alle Dinge, die einen Wert haben und transportiert werden können. Das kann auch mal kurzfristig die Playstation der Flachbildfernseher sein. Der Pfandbetrag entspricht natürlich nicht der Höhe des Einkaufswertes, sondern maximal die Hälfte des aktuellen Zeitwertes. Entscheidet man sich also dafür einen Gegenstand als Pfand abzugeben, der vor einem Jahr im Neuzustand 100 Euro gekostet hat, so wäre der Zeitwert nun ungefähr 50 Euro und man erhält somit vom Pfandleiher 25 Euro.

Bearbeitungsgebühr plus Zinsen

Natürlich ist die ganze Prozedur auch kostenpflichtig und man bezahlt sowohl einen Zinssatz in Höhe von ein Prozent pro Monat und die vom Gesetzgeber fixierte Bearbeitungsgebühr, die 1 Euro für einen Kredit bis maximal 15 Euro beträgt und 2 Euro für einen Kredit bis maximal 50 Euro. Jeder, der einen geeigneten Gegenstand zum Pfandhaus bringt, erhält auch einen Pfandkredit und erhält hierfür einen Pfandschein, mit dem er das Pfand innerhalb von drei Monaten (selten auch vier Monaten) wieder auslösen kann.

Fristverlängerung möglich

Ist es nicht möglich den Gegenstand in der angegebenen Frist wieder auszulösen, so kann man die Frist nochmals verlängern. Kommt es soweit und möchte man eine Fristverlängerung, so sind die Gebühren und Zinsen für die abgelaufene Zeit zu bezahlen und es wird ein neuer Vertrag abgeschlossen. Wird die Laufzeit nicht mehr verlängert, so wird der Wertgegenstand versteigert und sollte der erzielte Verkaufswert höher als der Pfandwert sein, so bekommt der Kunde dieses Geld abzüglich der Gebühren erstattet. Allerdings lohnt sich ein sogenannter Pfandkredit nur, wenn man schnell und sehr kurzfristig Geld braucht. Der Unterschied zu einem Bankkredit ist auch, dass man dort persönlich haftet, während man im Pfandhaus nur mit dem Pfand haftet und auch keinerlei Auskünfte zur Kreditwürdigkeit bringen muss.

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