Pensionszusage für den Gesellschafter Geschäftsführer einer GmbH meist mit großen Deckungslücken

GmbH und die Pensionszusage an einen GmbH Gesellschafter Geschäftsführer kann zu großen finanziellen Problemen der GmbH führen und nicht zuletzt zum Verlust der Altersvorsorge eines GmbH Geschäftsführers

Anzeige / Inserat

In Deutschland sind ca. 500.000 Pensionszusagen, wobei die meisten Pensionszusagen inzwischen große Deckungslücken aufweisen. Viele der Pensionszusagen in einer GmbH sind durch eine Kapitallebensversicherung rückgedeckt. Allerdings wurden die nach Heubeck hochgerechnet mit 6 % Verzinsung mit den Sterbetabellen von 1998.

Garantiezins gefallen

Inzwischen ist der Garantiezins bei den Kapitallebensversicherungen von über 4 % auf bis zu 1,75 % gefallen und dazu haben sich noch die aktuellen Sterbetafeln verändert. Bei einer Pensionszusage sagt die GmbH dem GmbH Geschäftsführer eine Altersversorgung, Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Hinterbliebenenrente in einer bestimmten Höhe zu.

GMBH ist verpflichtet

Die GmbH ist mit dieser Zusage verpflichtet dem Gesellschafter Geschäftsführer ab einem bestimmten Alter eine Altersrente zu zahlen, egal wie lange er lebt. Um damit eine GmbH nicht zu belasten, wird zur Deckung dieser Zusage meist eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen. Durch die oben genannten Gründe reicht inzwischen diese Deckung durch die Kapitallebensversicherung nicht mehr, teilweise sind da Deckungslücken über 50% entstanden.

Deckungslücke

Wird diese Deckungslücke nicht geschlossen gibt es oft ein böses Erwachen, wenn der Pensionsberechtigte aus Altersgründen seine GmbH verkaufen möchte. Da die Pensionszusage in der Bilanz steht, wird sich kaum ein Käufer zu einer Übernahme der Pensionszusage verleiten lassen, da die Deckungslücke an ihm kleben bleibt solange der Pensionsberechtigte lebt. Praktisch ist damit die GmbH mit solchen Zusagen die große Deckungslücken haben oft unverkäuflich.

Unternehmensverkauf

Er muss dann bei einem Unternehmensverkauf seine Pensionszusage abfinden lassen und dies ist dann das weitaus größte Problem. Nach einem Urteil des BFH von 1998 muss der Geschäftsführer nicht dass Kapital dass er bei einer Abfindung erhält versteuern, sondern den so genannten Wiederbeschaffungswert. Dies ist z.Bsp. der theoretische Einmalbeitrag in eine Rentenversicherung um die Zusage zu erfüllen. Dies kann im Extremfall dazu führen, dass das Trägerunternehmen nur soviel Liquidität zur Verfügung stellen kann, dass der Pensionsberechtigte aus den Rückflussbeträgen gerade die Steuerzahlungen auf den durch den BFH festgelegten „fiktiven Zufluss leisten“ kann.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...