Patientenverfügung für Ärzte verpflichtend

Durch die Neuregelung der Gültigkeit von Patientenverfügungen und deren Anerkennung im Bedarfsfalle, erhalten Patienten mehr Sicherheit für den Fall, dass sie ihren Willen im Krankenbett nicht mehr selbst äußern können.

Anzeige / Inserat

Mehr Rechtssicherheit im Streit um die Patientenverfügung soll ein neuer Gesetzesentwurf bringen, denn dieser verschafft dem vorab formulierten Willen eines Patienten für den Fall weitgehend Geltung, dass er sich nicht mehr selbst äußern kann. Die bisher verfassten Patientenverfügungen werden durch das neue Gesetz nicht ungültig und müssen daher nicht neu verfasst werden.

Notwendige Behandlung im Krankheitsfall

Oberster Grundsatz soll künftig die Achtung des eigenen Willens des Patienten sein. Nach dem neuen Gesetzesentwurf können alle Volljährigen in einer schriftlichen Verfügung im Vorhinein festlegen, ob und in welchem Umfang eine eventuell später notwendige Behandlung im Krankheitsfall erfolgen soll. Die Patientenverfügung gibt Sicherheit für den Patienten, wenn dieser befürchten muss, dass er unter Umständen seinen eigenen Willen nicht mehr selbst im Krankenbett äußern kann und somit auf die Entscheidungen von Ärzten und Verwandten angewiesen ist, die nicht immer im Sinne des Kranken selbst sein müssen. Außerdem werden hiermit auch die Angehörigen entlastet im schlimmsten Falle eine schwierige Entscheidung treffen zu müssen.

Patientenverfügung für Ärzte
Die Aufgabe von Betreuern oder Bevollmächtigten ist es nach Vorliegen einer Patientenverfügung diese den Ärzten gegenüber auch durchzusetzen. Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass die Erklärung die aktuelle Behandlungssituation auch tatsächlich umfasst. Grundlage ist auf jeden Fall, dass eine Patientenverfügung möglichst konkret verfasst werden sollte und daher auch recht umfangreich sein kann. Mustervorlagen hierfür finden Sie unter anderem im Internet.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...