Partnerschaftsvertrag für Paare ohne Trauschein

Viele Paare leben ohne Paare zusammen und leben ihren Alltag wie Ehepaare, jedoch ohne die rechtliche Absicherung wie bei einer Ehe zu haben. Sinnvoll kann es daher sein einen Partnerschaftsvertrag für Paare ohne Trauschein abzuschließen, um die Rechte und Pflichte der einzelnen Partner zu fixieren und gegenüber Dritten Vollmachten auszustellen.

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Im Alltag ist es häufig egal, ob Paare mit oder ohne Trauschein zusammen leben. Allerdings ist  es rechtlich gesehen ein großer Unterschied, ob man verheiratet ist oder nicht. Plant man eine gemeinsame Zukunft, empfiehlt sich der Abschluss eines Partnerschaftsvertrages.

Keine gesetzlichen Vorschriften für Partnerschaftsvertrag

Unter einem Partnerschaftsvertrag versteht man, ähnlich wie bei einem Ehevertrag, eine Regelung, in dem die Partner alle Pflichten und Rechte darstellen, die im Rahmen der Partnerschaft entstehen oder die im Falle der Trennung gelten sollen.

Für die Form und die Inhalte eines Partnerschaftsvertrages gibt es keine gesetzlichen Regelungen und die Partner können sich ohne Zwänge einigen. Sinnvoll kann dies deshalb sein, weil Paare ohne Trauschein bewusst die gesetzlichen Regelungen der Ehe vermeiden. Daher gelten in diesem Fall auch nicht die gesetzlichen Regelungen, die während einer  Ehe eintreten würden.

Partnerschaftsvertrag nicht nur für die Trennung

Während man in einem Ehevertrag eher die Regelungen für eine eventuelle Trennung trifft, ist ein Partnerschaftsvertrag auch für das Zusammenleben Unverheirateter sinnvoll. Ganz wichtige Punkte für einen solchen Vertrag sind Handlungsvollmachten für den Todes- und Krankheitsfall, Auskunftsrechte, die Absicherung des Partners sowie die Vermögensauseinandersetzung im Trennungsfall.

Grundsätzlich sollten drei Bereiche in einem Partnerschaftsvertrag abgedeckt sein. Zum einen die Rechte und Pflichten während der Partnerschaft, dann im Falle eines Todesfalls und im Falle einer Trennung.

Vollmachten wichtig

Vorrangig schließt man einen Partnerschaftsvertrag, um sich als offizieller Lebenspartner zu legitimieren und somit auch Rechte gegenüber Dritten, wie Ärzten oder Rechtsanwälten und Behörden, stellvertretend wahrnehmen zu können. Man sollte daher dringend in den Partnerschaftsvertrag auch einen Passus über die Vollmacht im Krankheitsfall und die Entbindung der Schweigepflicht gegenüber Ärzten einfügen.

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