Oliver aus dem Reagenzglas: Retortenbaby wurde jetzt 30 Jahre

Was heute fast schon normal ist, war damals spektakulär. Das Leben aus dem Reagenzglas. Oliver aus Erlangen wurde vor 30 Jahren künstlich gezeugt.

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Viele Jahre versuchte das Paar aus dem bayrischen Erlangen ein Kind zu bekommen. Alle natürlichen Methoden scheiterten. Der Wunsch war aber so groß, dass sie sich schließlich entschieden neue Wege zu gehen. Neu jedenfalls für Deutschland. Die Befruchtung im Reagenzglas. Die Maßnahme zeigte Erfolg. Oliver ist heute 30 Jahre alt.

Vier Millionen künstlich gezeugte Leben

Insgesamt wurden bis heute geschätzte vier Millionen Menschen künstlich gezeugt. Die ganze Angelegenheit gehört heute zum Alltag in so genannten Reproduktionspraxen. Diese gibt es in fast allen Mittel- und Großstädten Deutschlands. Einige davon machen sogar Werbung, um auf diese Weise Patienten zu gewinnen, denen die Ärzte dann helfen können, ihren unerfüllten Kinderwunsch doch noch zu erfüllen. Allerdings ist der klinische Vorgang, der vom Spaßfaktor weit unter dem natürlichen Zeugungsweg liegt nicht ganz billig.

PKV und GKV helfen finanziell

Ganz unabhängig davon, ob man nun privat oder gesetzlich krankenversichert ist, meist hat man als kinderloses Paar ein Anrecht auf eine zumindest anteilige Übernahme der Kosten für die künstliche Befruchtung im Reagenzglas. Wichtig ist aber vor allem bei den privaten Krankenversicherern den Versicherungsvertrag vor dem Abschluss genau zu studieren. So kann es z. B. sein, dass der Versicherer in den Unterlagen eine Rücksprache mit dem Unternehmen selbst vor der künstlichen Befruchtung vorschreibt. Tut man das nicht, kann im Zweifel die Kostenübernahme dann abgelehnt werden. Generell empfiehlt es sich aber ohnehin mit der Versicherung – ob PKV oder GKV – zu reden, bevor man den hoffnungsvollen aber kostenintensiven Schritt der Zeugung im Reagenzglas macht.

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