Ohne Vorsorgevollmacht entscheidet Gericht über mich

Ohne eine Vorsorgevollmacht entscheidet das Gericht was mit einem passiert

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Wenn man Gründen nicht mehr in der Lage ist, die eigenen Angelegenheiten zu regeln, braucht man einen Betreuer. Gibt es keine Vorsorgevollmacht, entscheidet das Gericht über die Betreuung.
Abstract people tree

Frühzeitig vorsorgen

Ganz unabhängig von Alter, Gesundheitszustand oder wirtschaftlichem Hintergrund kommen immer wieder Menschen in die Situation, dass sie ihre Angelegenheiten – wirtschaftlich, medizinisch, pflegerisch oder bei Behörden – nicht mehr selbst regeln können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, frühzeitig eine Vorsorgevollmacht zu erstellen. Sonst entscheidet ein Richter im Rahmen eines zeitintensiven gerichtlichen Betreuungsverfahren über das Wohl und Wehe des Betroffenen. Zwar unterliegt ein gerichtlich bestellter Betreuer im Gegensatz zum Vorsorgebevollmächtigten der Überwachung durch das Gericht und muss sich bestimmte Rechtsgeschäfte genehmigen lassen, aber es ist eben im schlimmsten Fall kein Vertrauter, dem dann die Angelegenheiten des Nicht-Entscheidungsfähigen in die Hand gelegt werden.
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Volles Vertrauen

Wenn man sich nun entscheidet, eine Vorsorgevollmacht auszustellen, sollte man sich schon genau überlegen, wer diese „Machtposition“ ausfüllen kann und darf. Volles Vertrauen versteht sich hier von selbst. Auch die Wahl einer Ersatzperson ist sinnvoll. Entscheidet man sich für mehrere Personen, sollte man sich überlegen, wer hier welchen Bereich übernehmen sollte (wirtschaftlich, medizinisch, Behördengänge). Wer auf Nummer Sicher gehen will, benennt außerdem einen Kontrollbevollmächtigten. So herrscht „Gewaltenteilung“.
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Registrieren lassen

Eine Vorsorgevollmacht muss schriftlich erstellt und mit Datum, Ort und eigenhändiger Unterschrift versehen werden. Eine notarielle Beglaubing ist empfehlenswert, denn dann kommt es im Falle eines Falles nicht zu unnötigen Diskussionen. Man bestätigt so auch die Geschäftsfähigkeit des Ausstellers im Moment der Erstellung der Vorsorgevollmacht. Erfahrungsgemäß ist es übrigens sinnvoll einen Hinweis auf die Vorsorgevollmacht zum Beispiel im Geldbeutel bei sich zu tragen. Nur so wissen Helfer (wie z. B. Notarzt), dass es einen Betreuer, der entscheiden darf, gibt. Außerdem ist die Registrierung der Vollmacht sowie des Bevollmächtigten bei der Bundesnotarkammer möglich. Entscheidet man sich irgendwann um, und möchte man die Vorsorgevollmacht entziehen, ist das natürlich möglich. Man sollte dann alle Unterlagen zurückfordern und die Löschung im Vorsorgeregister veranlassen.

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