Nur wenige gesetzliche Versicherungen beharren auf Zusatzbeitrag

Was Ende 2011 noch in Einzelmeldungen Freude bereitete, gipfelt jetzt in einem großen Hallo! Nur noch wenige gesetzliche Krankenversicherungen bewahren sich den Zusatzbeitrag.

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Ende 2011 konnten wir mit großem Hallo verkünden: Einige Versicherer verzichten im Jahr 2012 auf den Zusatzbeitrag. Dieser wurde erhoben, um den Krankenkassen finanzielle Schieflagen zu ersparen. Eingeführt wurde er 2007 im Rahmen der Gesundheitsreform von der damaligen großen Koalition. Die Lage scheint sich gebessert zu haben. Denn viele Versicherer schaffen den Zusatzbeitrag ab.

Die Visionen waren schlimm

Es traf uns 2007 wie ein Schlag ins Gesicht. Die damalige Regierung entschied, um die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenversicherungen zu erleichtern oder gar zu verbessern und Schieflagen zu verhindern, dass die Kassen einen sogenannten Zusatzbeitrag erheben dürfen. Im Gegensatz zur Praxisgebühr wird dieser direkt von der jeweiligen Krankenversicherung eingezogen. Der Beitrag war gedeckelt und konnte nicht beliebig erhöht werden. Anfang letzten Jahres dann der Schock: Die Deckelung fiel weg und Experten sprachen bereits davon, dass aus den bisher üblichen acht Euro zusätzlich zum Versicherungs-Beitrag in den nächsten Jahren schnell 100te von Euros werden können.

Mitglieder können aufatmen

Den Versicherten stand der Angstschweiß auf der Stirn. Jetzt können wir gesetzlich Versicherten wohl erstmal aufatmen. Denn 2012 wollen die KKH-Allianz auf den Zusatzbeitrag, ebenso wie die neu fusionierte DAK-Gesundheit, die BKKen Advita und Phoenix. Allerdings dürfen die Kassen die Abschaffung des Zusatzbeitrages zur Erleichterung der Mitglieder nicht selbst bestimmen, dazu benötigen sie nach der eigenen Entscheidung die Zustimmung des Bundesversicherungsamtes. Dennoch – wir können uns freuen.

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