Nur neue Schäden werden vom KFZ-Versicherer reguliert

KFZ-Versicherer übernehmen nur dann die Schadensregulierung, wenn klar ist, dass es sich beim Schaden um eine neuentstandene Beule handelt.

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Es hagelt und das Auto steht auf der Straße. Mist! Der Schaden an dem Wagen war immens. Eine Hageldelle klebte an der anderen. Kein Problem, dachte der Fahrzeughalter, wozu bin ich versichert. Also kurzerhand wurde die KFZ-Versicherung informiert und diese überwies auch prompt 2.409 Euro. Sehr zur Freude des Autofahrers.

Altschaden nicht repariert

Allerdings schien er den Schaden im Nachhinein dann doch nicht mehr so schlimm zu finden. Er steckte das Geld ein und das Auto eben nicht in die Werkstatt. Das war im Jahr 2008. Im Jahr 2009 dann hagelte es wieder. Und was macht der schlaue Fahrzeughalter? Er meldet den Schaden wiederum der Versicherung. Ein Gutachter – der allerdings von dem zuvor bereits angezeigten Hagelschaden nichts wusste – schätzt den entstandenen Hagelschaden am gleichen Auto auf immerhin stattliche 2.626 Euro. Und was zahlt die Versicherung? Magere 66 Euros wollte sie übernehmen.

Der Zustand vor dem Ereignis gilt

Und was macht der schlaue Autofahrer da? Er klagt. Leider ohne Erfolg. Die Klage wurde von Münchner Amtsgericht abgewiesen. Laut Richter, hat der Versicherte nur das Recht auf Wiederherstellung des Zustandes vor dem Schadensereignis. Im Falle des Klägers also auf die eingedellte Karosserie aus dem Jahr 2008. Es war demnach rechtens, dass der Versicherer die Selbstbeteiligung von 150 Euro und die 2.409 Euro aus dem vorangegangen Jahr von den geschätzten 2.626 Euro abgezogen hat. Der Fahrer musste sich mit den 66 Euro zufrieden geben.

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