Nicht immer zahlt Krankenkasse den Kaiserschnitt

Was früher noch ein Notfall war, ist heute in Mode: der Kaiserschnitt. Allerdings: Krankenkassen übernehmen die Kosten aber nicht immer.

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Für viele Paare bedeutet ein Baby die Vollendung ihrer Beziehung. Eine richtige Familie ist man eben nur mit Kind oder besser: Kindern. Das Trainingscamp macht den meisten dann auch noch riesig Spaß. Kommt dann die Nachricht: endlich schwanger! ist das Glück perfekt. Jetzt muss man nur noch neun Monate warten und dann ist es da, das neue, geliebte Familienmitglied.

Einfach für werdende Väter

So einfach ist es fast immer nur für die werdenden Väter. Sie merken nichts von Schmerzen in den Mutterbändern, sie haben kein Wasser in den Beinen und Heißhungerattacken morgens um drei. Und: Sie müssen sich nicht vor den Schmerzen einer Geburt fürchten. Die Frau in anderen Umständen allerdings schon. Übrigens: Je näher die Geburt, desto anders werden die Umstände auch. Viele Frauen entscheiden sich wegen ihrer Angst für einen Kaiserschnitt. Andere werdende Mütter sagen ja zum Skalpell, weil sie sich ihre Figur nicht ruinieren möchten. Es gibt viele Gründe für den Schnitt und gegen das Pressen. Deshalb steigt die Zahl der Kaiserschnitte auch ständig. Heute lässt schon jede dritte Frau eine Schnittentbindung durchführen. Das Stichwort ist der Wunschkaiserschnitt.


Guter Schnitt auch für den Arzt

Der Wunschkaiserschnitt kommt nicht nur der werdenden Mutter entgegen. Auch die Ärzte haben was davon. Die Schnittentbindung ist vom Ablauf kalkulierbarer als eine natürliche Geburt und teurer mit der Krankenkasse abzurechnen. Sie ist in der Regel doppelt so kostspielig wie eine „normale“ Geburt. Aber: Wer zahlt für den Wunschschnitt? Ganz klar: Besteht eine medizinische Notwendigkeit (medizinische Indikation), das Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, übernimmt die Krankenkasse alle Kosten. Anders ist das beim Wunschkaiserschnitt. Bei der relativen Indikation – also der mehr oder weniger zwingenden Dringlichkeit – das Skalpell anzusetzen, gibt es keine klare Regel. Um hier nicht in finanzielle Nöte zu kommen, ist es sinnvoll, sich zuerst mit dem behandelnden Arzt zu beraten, um sich dann mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Wichtig: Alle Gespräche sollten vor der Entbindung geführt werden.

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