Neues Auto verbraucht zu viel Benzin

Kauf man ein neues Auto wird inzwischen auch auf den Verbrauch von benzin geschaut, doch nicht immer stimmen die Werte in der Betriebsanleitung überein mit dem tatsächlichen Verbrauch.

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Wer sich ein neues Auto kauft achtet in der Regel auf den Spritverbrauch, den seit die Preise für Benzin so dramatisch nach oben geschossen sind, ist der Verbrauch an Benzin ein sehr wichtiger Faktor bei der Auswahl des Fahrzeugs geworden. Doch manchmal müssen Käufer eines Neuwagens feststellen, dass der Verbrauch an Benzin wie angegeben hinten und vorne nicht stimm. Wer dies beim Autohaus zu früh reklamiert bekommt zu hören dass man erst eine Weile warten muss bis sich das alles eingespielt hat. In dieser Zeit ist ein Mehrverbrauch durchaus üblich. Ist der Verbrauch an Sprit auch nach längerer Zeit immer noch zu hoch ist, sollte überlegt werden ob man nicht dagegen vorgeht.


Oberlandesgericht Stuttgart

In einem Fall Az. 7 U 132/07 der vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt wurde, hat der Hersteller dem Käufer 2.500 Euro des Kaufpreises von 54.000 Euro zurück zahlen müssen, weil der E-Klasse Mercedes mehr Spritz verbrauchte als angegeben. Laut der Betriebsanleitung sollte der Mercedes einen Gesamtverbrauch von 7,6 Liter haben aber der Käufer stellte im Alltag einen Mehrverbrauch des Fahrzeugs fest und klagte gegen den Hersteller. In der ersten Instanz kam ein Gutachter bei Testfahrten auf einen Gesamtverbrauch von 8,4 Liter pro 100 Kilometer.

Fahrzeuge verbrauchen oft mehr Sprit

Allerdings muss man da auch aufpassen, denn die Fahrzeuge verbrauchen im Alltag oft mehr Sprit als in der Betriebsanleitung angegeben, denn die Werte sind nach einer EG Richtlinie Laborwerte, die mit dem tatsächlichen Verbrauch wenig zu tun haben. Eigentlich muss der Käufer nachweisen dass die EG Laborwerte falsch ermittelt worden sind und erst dann kann der Käufer ab einem Mehrverbrauch von 10 Prozent den Kauf rückgängig machen. OLG Karlsruhe Az. 1 U 97/07

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